Parlamentarische Anfrage - E-5496/2009Parlamentarische Anfrage
E-5496/2009

    Kampagne „ICE“ (In Case of Emergency) — schnelle Benachrichtigung von Angehörigen in Notfällen

    SCHRIFTLICHE ANFRAGE E-5496/09
    von Daniel Caspary (PPE)
    an die Kommission

    Bei Unfällen oder sonstigen Notfällen trägt die Mehrzahl der Verletzten ein Mobiltelefon bei sich. Welche Kontaktperson aus dem Adressbuch des Mobiltelefons über den Notfall zu benachrichtigen ist, ist aufgrund des Umfangs der Kontaktlisten für die Rettungskräfte in der Regel nicht ersichtlich.

    Abhilfe könnte hier die Idee eines britischen Rettungsassistenten schaffen, die nach dem Terroranschlag in London entstand: Im Notfall (in case of emergency) soll es dem Rettungsdienst- oder Krankenhauspersonal möglich sein, Angehörige umgehend zu erreichen. Immer dann, wenn der Verletzte oder Erkrankte selbst nicht mehr sprechen kann, könnte der Eintrag „ICE“ (In Case of Emergency) im Adressbuch des Mobiltelefons zu einem Angehörigen führen.

    Es handelt sich zweifellos um eine einfache Idee, die nichts kostet und auch keiner aufwendigen Technik bedarf, sondern lediglich davon abhängt, dass das Handy nach einem Unglück noch betriebsfähig ist. Die Abkürzung ICE ist nicht nur innerhalb der EU, sondern weltweit bei Rettungsdiensten gebräuchlich. Der breiten Öffentlichkeit ist die Abkürzung ICE allerdings noch weitestgehend unbekannt. Zudem wird im deutschsprachigen Raum ferner die Abkürzung IN (Im Notfall) verwendet.

    Eine Kampagne „ICE — In Case of Emergency“ seitens der EU-Kommission wäre daher wünschenswert, um diese Idee in der EU-Bevölkerung bekannt zu machen und eine einheitliche Verwendung innerhalb der EU zu gewährleisten.

    Kann die Kommission diesbezüglich folgende Fragen beantworten:

    ABl. C 10 E vom 14/01/2011