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Parlamentarische Anfragen
PDF 42kWORD 43k
20. Dezember 2010
E-010625/2010
Anfrage zur schriftlichen Beantwortung E-010625/2010
an die Kommission
Artikel 117 der Geschäftsordnung
Isabelle Durant (Verts/ALE)

 Betrifft: Wohlergehen von Katzen und Hunden, insbesondere Windhunden (Galgos), in der EU
 Schriftliche Antwort 

Am 29. November 2010 forderte der Rat der Europäischen Union die Kommission auf, im Rahmen der zweiten Strategie der EU für den Tierschutz und das Wohlergehen der Tiere:

die unterschiedlichen Maßnahmen der Mitgliedstaaten bei der Aufzucht von Hunden und Katzen und dem Handel mit ihnen in der EU zu überprüfen und gegebenenfalls Lösungen zur Vereinheitlichung des EU‑Marktes zu erarbeiten;
soweit gerechtfertigt, einen gesonderten Vorschlag zu prüfen und vorzulegen, um in der Europäischen Union die Möglichkeiten zu beschränken, im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen Hunde und Katzen vorzuführen und zum Verkauf anzubieten, die einem nicht kurativen chirurgischen Eingriff (d. h. nicht zum Zweck der Verhinderung der Fortpflanzung) unterzogen worden sind;
gegebenenfalls und in Abstimmung mit den Mitgliedstaaten geeignete Maßnahmen vorzusehen, um die Anstrengungen zur Stärkung des Verantwortungsgefühls der Hunde- und Katzenbesitzer zu fördern sowie im nationalen Rahmen die Einrichtung von Informationskampagnen über die verhängnisvollen Auswirkungen dieser Eingriffe auf das Wohlergehen der Hunde und Katzen zu unterstützen.

Der Fragesteller erkundigt sich daher nach den konkreten Reaktionen der Kommission auf diese Aufforderungen des Rates (Berichte, Untersuchungen, Mitteilungen, aktuelle oder voraussichtliche Rechtsetzungsvorschläge usw.) und ersucht die Kommission, sich insbesondere zum Schicksal der spanischen Windhunde (Galgos) zu äußern.

Diese Hunde, die am Ende der Jagd- oder Wettkampfsaison von ihren Besitzern gequält werden, gelten in Spanien praktisch als wertlos, wobei der Rat der Europäischen Union der Ansicht ist, dass — um dem Anliegen der Bürger Rechnung zu tragen — auf der Ebene der einzelnen Mitgliedstaaten sowie auf gesamteuropäischer Ebene geeignete Maßnahmen getroffen werden müssen und dafür zu sorgen ist, dass für Hunde und Katzen Lebensbedingungen geschaffen werden, die ihr Wohlergehen gewährleisten.

Originalsprache der Anfrage: FRABl. C 279 E vom 23/09/2011
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