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Parlamentarische Anfragen
PDF 45kWORD 41k
26. November 2010
E-9887/2010
Anfrage zur schriftlichen Beantwortung E-9887/2010
an die Kommission
Artikel 117 der Geschäftsordnung
Konrad Szymański (ECR)

 Betrifft: Verfolgung der Christen im Irak
 Schriftliche Antwort 

Die Verfolgung der Christen im Irak nimmt immer größere Ausmaße an. Am 31. Oktober starben bei einem Anschlag auf eine katholische Kirche 52 Menschen, am 10. November drei weitere. Bei Bombenanschlägen und Angriffen mit Mörsergranaten auf Christen in Bagdad wurden Dutzende verletzt.

Auf einer Konferenz im Europäischen Parlament am 5. Oktober 2010 berichtete der chaldäische Erzbischof von Kirkuk, Louis Sako, dass es seit der amerikanischen Invasion im Irak im Jahr 2003 Anschläge auf 51 Kirchen gegeben habe, ein Bischof und drei Priester entführt und ermordet und etwa 900 „unschuldige Christen“ getötet worden seien. Tausende seien gezwungen gewesen, ihr Haus zu verlassen und sichere Zuflucht zu suchen.

Diese Vorkommnisse machen deutlich, dass die Religionsfreiheit, die zu den Menschenrechten zählt und durch Artikel 18 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte garantiert ist, stark eingeschränkt ist. Das gilt insbesondere für die Rechte der christlichen Minderheit.

Was gedenkt die Kommission zu unternehmen, um die Religionsfreiheit der Christen im Irak zu garantieren und sicherzustellen, dass sie ihren Glauben praktizieren können?

Auf welche Weise wird sie das Problem der Christenverfolgung im Irak in der Strategie der EU für den Irak für den Zeitraum 2011-2013 berücksichtigen?

Sollte sich die Europäische Union, die für die Achtung der Menschenrechte in der Welt eintritt, nicht stärker für die Sache der Religionsfreiheit in der ganzen Welt einsetzen?

Originalsprache der Anfrage: PLABl. C 265 E vom 09/09/2011
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