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Parlamentarische Anfragen
PDF 42kWORD 23k
15. November 2011
E-010365/2011
Anfrage zur schriftlichen Beantwortung E-010365/2011
an die Kommission
Artikel 117 der Geschäftsordnung
Nessa Childers (S&D)

 Betrifft: Angabe des Ursprungslands bei Fell- und Pelzerzeugnissen
 Schriftliche Antwort 

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt schreibt die EU nicht vor, dass auf Bekleidungsetiketten das Ursprungsland anzugeben ist. Somit können aus China stammende Felle und Pelze zur Herstellung eines fertigen Kleidungsstücks (z. B. eines Pelzmantels) innerhalb der EU verwendet werden und der Hersteller dann mit Recht behaupten, dass das Erzeugnis „in der EU hergestellt“ wurde. Der nichtsahnende Verbraucher geht davon aus, dass die EU-Tierschutzvorschriften eingehalten wurden. Da die überwältigende Mehrheit der Unionsbürger 2008 ein Einfuhrverbot für Katzen- und Hundefell befürwortete und sich kürzlich aus humanitären Gründen für ein Einfuhrverbot von Robbenerzeugnissen (Felle) aussprach, ist die Fragestellerin der Auffassung, dass viele Verbraucher in der EU entsetzt wären, wenn sie erführen, dass ein Großteil der hier verwendeten Felle und Pelze nicht von Tieren stammt, die den EU-Vorschriften entsprechend aufgezogen wurden. Darauf folgt, dass eine Pflicht zur Angabe des Ursprungslands bei allen Fell- und Pelzerzeugnissen uneingeschränkt befürwortet würde.

Zieht die Kommission einen solchen Vorschlag für Fell- und Pelzerzeugnisse in Erwägung?

Pflichtet die Kommission der Fragestellerin bei, dass die gegenwärtige Situation die europäischen Verbraucher in die Irre führen kann?

Originalsprache der Anfrage: ENABl. C 168 E vom 14/06/2012
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