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Parlamentarische Anfragen
PDF 48kWORD 26k
4. September 2013
E-009866-13
Anfrage zur schriftlichen Beantwortung E-009866-13
an die Kommission
Artikel 117 der Geschäftsordnung
Gerben-Jan Gerbrandy (ALDE) , Gaston Franco (PPE) , Jo Leinen (S&D) , Margrete Auken (Verts/ALE)

 Betrifft:  Entwaldung und Rückgang der biologischen Vielfalt
 Schriftliche Antwort 

Einem von der Kommission in Auftrag gegebenen unabhängigen Bericht zufolge belegt die EU als Mitverursacher der weltweiten Entwaldung bei den Industrieländern die Führungsposition(1). Der Güterkonsum Europas ging zwischen 1990 und 2008 zulasten einer Fläche von 9 Millionen Hektar Wald. Am schlimmsten sind davon Wälder in Lateinamerika, Südostasien und Afrika betroffen. Große industrialisierte Volkswirtschaften wie China zeichnen im Vergleichszeitraum für etwa ein Drittel der weltweiten Entwaldung verantwortlich. Durch die immer weiter steigende Nachfrage Europas nach Fleisch, Milchprodukten, Biomasse und Biokraftstoffen für die Energieerzeugung sowie anderen Erzeugnissen, für deren Herstellung oder Gewinnung große Nutzflächen ausgebeutet werden, geraten die Waldökosysteme der Welt zunehmend unter Druck.

2008 haben die EU-Umweltminister zugesichert, sich dafür einzusetzen, den fortschreitenden Verlust an Waldflächen bis 2030 zum Stillstand zu bringen und dafür zu sorgen, dass die Abholzung tropischer Wälder bis 2020 im Vergleich zum Stand von 2008 auf die Hälfte reduziert wird(2). Es wurde förmlich vereinbart, die EU im Rahmen des 7. Umweltaktionsprogramms aufzufordern, sich mit umfassenden Plänen zu befassen, die im weltweiten Maßstab der Lösung des Problems der Entwaldung und der Schädigung von Wäldern dienen.

Wie beabsichtigt die Kommission, die Ergebnisse des Berichts über die Folgen des EU-Konsums unter dem Gesichtspunkt der Entwaldung in den nächsten Monaten verfügbar zu machen?

Plant die Kommission, einen ehrgeizigen EU-Maßnahmenplan in Bezug auf Entwaldung und Waldschädigung auszuarbeiten? Wenn ja, wann wird die Arbeit an diesem Maßnahmenplan abgeschlossen sein? Wurden dafür bereits Fristen, Ziele und Maßnahmen festgelegt sowie Ressourcen vorgesehen? Könnte die Kommission das Parlament ggf. über die Einzelheiten unterrichten?

Teilt die Kommission die Ansicht, dass ein erfolgversprechender Plan die Umsetzung von Maßnahmen vorsehen muss, die zum einen darauf hinauslaufen, dass die Güter und Erzeugnisse, die im Zusammenhang mit dem Problem der Entwaldung und der Schädigung von Wäldern stehen, in der EU vom Markt genommen werden und zum anderen die Entwicklungsländer dabei unterstützen, diesem Problem in ihrem Hoheitsgebiet zu begegnen?

(1)Quelle: „The impact of EU consumption on deforestation“ im Internet unter: http://ec.europa.eu/environment/forests/impact_deforestation.htm
(2)Mitteilung der Kommission (COM(2008)0645/3) und Schlussfolgerungen des Rates (Brüssel, 4. Dezember 2008), im Internet unter: http://www.consilium.europa.eu/ueDocs/cms_Data/docs/pressData/en/envir/104508.pdf

Originalsprache der Anfrage: ENABl. C 179 vom 12/06/2014
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