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Parlamentarische Anfragen
PDF 56kWORD 11k
13. Oktober 2020
E-005592/2020
Anfrage zur schriftlichen Beantwortung E-005592/2020
an die Kommission
Artikel 138 der Geschäftsordnung
Marc Angel (S&D), Terry Reintke (Verts/ALE), Malin Björk (GUE/NGL), Maria Walsh (PPE), Fabio Massimo Castaldo (NI), Michal Šimečka (Renew), Manuel Bompard (GUE/NGL), Monika Vana (Verts/ALE), Kim Van Sparrentak (Verts/ALE), Manon Aubry (GUE/NGL), Brando Benifei (S&D), Sandro Gozi (Renew), Mario Furore (NI), Frédérique Ries (Renew), Niklas Nienaß (Verts/ALE), Dietmar Köster (S&D), Radka Maxová (Renew), Karen Melchior (Renew), Frances Fitzgerald (PPE), Rasmus Andresen (Verts/ALE), Kathleen Van Brempt (S&D), Gwendoline Delbos-Corfield (Verts/ALE), Gabriele Bischoff (S&D), Chrysoula Zacharopoulou (Renew), Hannah Neumann (Verts/ALE), Sylwia Spurek (Verts/ALE), Pernando Barrena Arza (GUE/NGL), Robert Biedroń (S&D), Milan Brglez (S&D), Rosa D'Amato (NI), Andreas Schieder (S&D), Abir Al-Sahlani (Renew), Fredrick Federley (Renew), Evin Incir (S&D), Alicia Homs Ginel (S&D), Pina Picierno (S&D), Liesje Schreinemacher (Renew), Sándor Rónai (S&D), Irène Tolleret (Renew), Magdalena Adamowicz (PPE), Aurore Lalucq (S&D)
 Betrifft: Hetze gegen LGBTI-Personen durch polnische Staatsbeamte

Der polnische Beauftragte für Kinderrechte, Mikolaj Pawlak, hat jüngst äußerst besorgniserregende Aussagen zur Sexualerziehung von jungen Menschen gemacht. Am 1. September 2020 erklärte er in seiner amtlichen Funktion als staatlicher Ombudsmann, dass sich Nichtregierungsorganisationen, die sich hauptsächlich mit Sexualerziehung befassen, labile, vernachlässigte Kinder zum Ziel genommen und ihnen zum Zweck der Geschlechtsumwandlung pharmakologische Wirkstoffe verabreicht hätten. Diese Aussagen wurden während eines Interviews für den Nachrichtensender TVN24 aufgezeichnet.

Ebenso wirft die Ernennung von Przemysław Czarnek zum Bildungsminister angesichts seiner zahlreichen Kommentare zu LGBTI-Personen weitere Fragen auf. So meinte er, dass LGBTI-Personen nicht mit normalen Menschen gleichzustellen seien und Familien vor dieser Art von Verdorbenheit, Lasterhaftigkeit und gänzlich immoralischem Verhalten geschützt werden müssten.

1. Was ist der Standpunkt der Kommission bezüglich des Verhaltens und der Aussagen des polnischen Beauftragten für Kinderrechte und des vor kurzem ernannten Bildungsministers?

2. Ist die Kommission der Meinung, dass solche Aussagen den Werten widersprechen, die ein Regierungsvertreter (der für die Förderung der Rechte von Kindern, u. a. ihr Recht auf Gesundheit und Diskriminierungsfreiheit, oder für Bildung zuständig ist) fördern sollte?

3. Ist die Kommission im Hinblick auf die Ausstrahlung einer derartigen Sprache im Fernsehen der Meinung, dass diese Aussagen mit dem Rahmenbeschluss 2008/913/JI des Rates(1) und mit der Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste(2) vereinbar sind?

(1)Rahmenbeschluss 2008/913/JI des Rates vom 28. November 2008 zur strafrechtlichen Bekämpfung bestimmter Formen und Ausdrucksweisen von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit (https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/ALL/?uri=CELEX%3A32008F0913).
(2)Https://eur-lex.europa.eu/eli/dir/2018/1808/oj?locale=de (https://eur-lex.europa.eu/eli/dir/2018/1808/oj?locale=de)
Originalsprache der Anfrage: EN
Letzte Aktualisierung: 3. November 2020Rechtlicher Hinweis - Datenschutzbestimmungen