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Parlamentarische Anfragen
PDF 54kWORD 10k
14. Oktober 2020
E-005625/2020
Anfrage zur schriftlichen Beantwortung E-005625/2020
an die Kommission
Artikel 138 der Geschäftsordnung
Terry Reintke (Verts/ALE), Marc Angel (S&D), Maria Walsh (PPE), Malin Björk (GUE/NGL), Fabio Massimo Castaldo (NI), Michal Šimečka (Renew), Manuel Bompard (GUE/NGL), Monika Vana (Verts/ALE), Kim Van Sparrentak (Verts/ALE), Manon Aubry (GUE/NGL), Brando Benifei (S&D), Sandro Gozi (Renew), Mario Furore (NI), Esther de Lange (PPE), Frédérique Ries (Renew), Niklas Nienaß (Verts/ALE), Olivier Chastel (Renew), Dietmar Köster (S&D), Radka Maxová (Renew), Karen Melchior (Renew), Frances Fitzgerald (PPE), Gabriele Bischoff (S&D), Kathleen Van Brempt (S&D), Gwendoline Delbos-Corfield (Verts/ALE), Chrysoula Zacharopoulou (Renew), Hannah Neumann (Verts/ALE), Sylwia Spurek (Verts/ALE), Pernando Barrena Arza (GUE/NGL), Robert Biedroń (S&D), Milan Brglez (S&D), Andreas Schieder (S&D), Abir Al-Sahlani (Renew), Fredrick Federley (Renew), Evin Incir (S&D), Alicia Homs Ginel (S&D), Pina Picierno (S&D), Liesje Schreinemacher (Renew), Sándor Rónai (S&D), Magdalena Adamowicz (PPE), Irène Tolleret (Renew), Aurore Lalucq (S&D), Rasmus Andresen (Verts/ALE)
 Betrifft: Kleintransporter, mit denen zur Hetze gegen LGBTI-Personen in Polen aufgerufen wird

Eine besorgniserregende Anzahl von Kleintransportern werden von Organisationen wie „Fundacja Pro – Prawo do życia“ dazu genutz, regelmäßig zu hasserfüllten Äußerungen gegen LGBTI-Personen in Polen aufzurufen, indem in verschiedenen Städten das Narrativ einer LGBTI-Ideologie verbreitet wird und LGBTI-Personen mit Pädophilie in Verbindung gebracht werden. Die Organisationen nutzen dabei Lautsprecher, um Parolen wie „LGBTI-Personen vergewaltigen Kinder“ zu verbreiten, und deren Fahrzeuge werden Berichten zufolge gelegentlich von Polizeifahrzeugen begleitet. Gelegentlich haben Bürger selbst eingegriffen, um diese Kleintransporter zu stoppen, da die Polizei keinerlei Maßnahmen ergreift, um diese Hetze zu unterbinden.

Diese gegen LGBTI-Personen gerichtete Rhetorik greift die Sprache von Regierungsbeamten auf, die Hass gegen LGBTI-Personen schüren.

1. Sind der Kommission diese Vorfälle bekannt, und welche Maßnahmen hat sie ergriffen, um gemeinsam mit den polnischen staatlichen Stellen dagegen vorzugehen, damit Hetze, auch solche von privaten Organisationen, verhindert bzw. bestraft wird?

2. Ist die Kommission der Auffassung, dass diese vorsätzliche Untätigkeit staatlicher Stellen in Bezug auf die Verbreitung homophober oder transphober Hetze gegen den Rahmenbeschluss 2008/913/JI des Rates verstößt?

3. Welche konkreten Maßnahmen ergreift die Kommission, um das Schüren von Hass gegen LGBTI-Personen zu bestrafen und sicherzustellen, dass die Grundrechte in Polen im Einklang mit Artikel 2 EUV geachtet werden?

Originalsprache der Anfrage: EN
Letzte Aktualisierung: 30. Oktober 2020Rechtlicher Hinweis - Datenschutzbestimmungen