Zum Portal des Europäischen Parlaments zurückkehren

Choisissez la langue de votre document :

  • bg - български
  • es - español
  • cs - čeština
  • da - dansk
  • de - Deutsch (ausgewählt)
  • et - eesti keel
  • el - ελληνικά
  • en - English
  • fr - français
  • ga - Gaeilge
  • hr - hrvatski
  • it - italiano
  • lv - latviešu valoda
  • lt - lietuvių kalba
  • hu - magyar
  • mt - Malti
  • nl - Nederlands
  • pl - polski
  • pt - português
  • ro - română
  • sk - slovenčina
  • sl - slovenščina
  • fi - suomi
  • sv - svenska
Parlamentarische Anfragen
PDF 35kWORD 17k
15. März 2021
E-006151/2020(ASW)
Antwort von Herrn Dombrovskis
im Namen der Europäischen Kommission
Bezugsdokument: E-006151/2020

Die Kommission und die Europäische Zentralbank (EZB) sind weiterhin darum bemüht, in Europa einen starken und dynamischen digitalen Finanzsektor sowie einen gut integrierten Zahlungsverkehrssektor sicherzustellen, der den neuen Zahlungsbedürfnissen in der EU gerecht wird. Vor dem Hintergrund der Digitalisierung, der raschen Veränderungen in der Zahlungslandschaft und der zunehmenden Bedeutung von Kryptowerten prüft die EZB derzeit die Möglichkeit, als Ergänzung zum Bargeld und zu den anderen Zahlungsmöglichkeiten des privaten Sektors einen digitalen Euro auszugeben. Im Oktober 2020 hat die EZB einen Bericht der hochrangigen Taskforce des Eurosystems zum digitalen Euro veröffentlicht und eine öffentliche Konsultation eingeleitet. Letztere fand großes Interesse und endete am 12. Januar 2021.(1)

Die Kommission teilt die Auffassung, dass sich die Vorteile eines digitalen Euro nur voll ausschöpfen lassen, wenn auch die möglichen Herausforderungen angegangen werden, die vor diesem Hintergrund in bestimmten EU-Politikbereichen entstehen könnten, beispielsweise im Zusammenhang mit finanziellen Mittlertätigkeiten und Finanzstabilität, der Verdrängung von Zahlungslösungen des privaten Sektors, der Sicherstellung finanzieller Inklusion, der Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung, Datenschutz und der Durchführung der Geldpolitik. Schon im Dezember 2019 veröffentlichte die EZB ein Forschungspapier, in dem technische Lösungen im Hinblick auf die Anonymität bei digitalen Zentralbankwährungen ausgelotet wurden.

Die Dienststellen der Kommission und der EZB werden gemeinsam auf fachlicher Ebene ein breites Spektrum politischer, rechtlicher und technischer Fragen im Zusammenhang mit der möglichen Einführung eines digitalen Euro prüfen und dabei ihren jeweiligen in den EU-Verträgen vorgesehenen Zuständigkeiten Rechnung tragen.

Auch das Parlament wird bei der Erörterung eines solchen Rahmens, der im Falle der Einführung eines digitalen Euro erforderlich wäre, eine zentrale Rolle spielen.

(1)https://www.ecb.europa.eu/euro/html/digitaleuro-report.en.html
Letzte Aktualisierung: 15. März 2021Rechtlicher Hinweis - Datenschutzbestimmungen