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Parlamentarische Anfrage - E-002473/2021(ASW)Parlamentarische Anfrage
E-002473/2021(ASW)

    Antwort von Stella Kyriakides im Namen der Europäischen Kommission

    1. Die Arzneimittelstrategie zielt darauf ab, Innovationen auch für eine ökologisch nachhaltige und klimaneutrale Arzneimittelindustrie zu fördern.[1] Die einschlägigen Maßnahmen basieren auf dem Strategischen Ansatz der Europäischen Union für Arzneimittel in der Umwelt[2] und dem Europäischen Aktionsplan zur Bekämpfung antimikrobieller Resistenzen im Rahmen des Konzepts „Eine Gesundheit“[3]. Im Rahmen der laufenden Überarbeitung der Arzneimittelvorschriften[4] werden Themen wie die Entwicklung, Produktion, Verbreitung und Verwendung sicherer, wirksamer und hochwertiger Arzneimittel behandelt. Dabei werden auch ökologische Herausforderungen berücksichtigt: die Verbesserung der ökologischen Nachhaltigkeit der Herstellung, die Verwendung und Entsorgung von Arzneimitteln und die Stärkung der Umweltverträglichkeitsprüfung. Der zukunftsfähige Rahmen sollte der Industrie dabei helfen, Emissionen zu verringern und einen Beitrag zu den Klimaschutzzielen der EU zu leisten. Die überarbeiteten Rechtsvorschriften werden auf der Grundlage einer Folgenabschätzung vorgeschlagen.

    2. Die Kommission unterstützt den Gesundheitssektor dabei, die Umweltauswirkungen zu begrenzen, und zwar durch Finanzierungsmöglichkeiten zur Bewältigung der Herausforderungen in den Lieferketten und bei der Einführung „grünerer“ Materialien, Technologien und Systeme. Im Cluster „Gesundheit“ von „Horizont Europa“ investiert die EU 40 Mio. EUR[5] in die Entwicklung umweltfreundlicherer Arzneimittel und innovativer umweltfreundlicher Herstellungsverfahren. Die Kommission hat über die IMI[6] mehr als 17 Mio. EUR in Projekte für nachhaltige Technologien für eine umweltfreundliche chemische Herstellung[7] [8] [9] investiert.

    3. Die Kommission prüft derzeit Optionen für Inhalationsanästhetika unter Berücksichtigung ihrer emittierenden Verwendung, einschließlich der Möglichkeit, ihre Verwendung dort einzuschränken, wo Alternativen verfügbar sind. Hierzu trägt auch das Konzept „Ein Stoff — eine Bewertung“ im Rahmen der Chemikalienstrategie bei, bei dem Umweltauswirkungen von Stoffen unabhängig von ihrer Verwendung bewertet werden.

    Letzte Aktualisierung: 29. Juli 2021
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