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Parlamentarische Anfragen
PDF 48kWORD 19k
13. September 2021
E-002694/2021(ASW)
Antwort von Stella Kyriakides
im Namen der Europäischen Kommission
Bezugsdokument: E-002694/2021

Sowohl der Riesenhai als auch der Hundshai sind in verschiedenen EU-Fischereivorschriften als verbotene Arten aufgeführt(1) (2). Folglich gilt der Fang dieser Arten nach den genannten Rechtsvorschriften als Verstoß gegen die Vorschriften der gemeinsamen Fischereipolitik gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1224/2009(3) und als Akt der illegalen, nicht gemeldeten und unregulierten Fischerei (IUU-Fischerei) gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1005/2008(4). Für solche Verstöße sind in den beiden genannten Verordnungen angemessene Sanktionen vorgesehen.

Folglich dürfen in der EU hergestellte kosmetische Mittel kein Squalen enthalten, das von den unter die genannten Rechtsvorschriften fallenden Haiarten stammt.

Darüber hinaus verbietet die Verordnung (EG) Nr. 1223/2009(5) die Verwendung bestimmter Stoffe tierischen Ursprungs in kosmetischen Mitteln(6). Der Kommission liegen jedoch keine Informationen über die Herkunft von Squalen vor, das in außerhalb der EU hergestellten kosmetischen Mitteln verwendet wird.

Gemäß der Verordnung (EG) Nr. 178/2002(7) müssen Lebensmittel, einschließlich Nahrungsergänzungsmittel, die in der EU in Verkehr gebracht werden, sicher sein. Die Richtlinie 2002/46/EG(8) enthält eine Liste von Vitaminen und Mineralstoffen; auf EU-Ebene wurde jedoch keine Liste sonstiger Stoffe mit ernährungsspezifischer oder physiologischer Wirkung, die Nahrungsergänzungsmitteln zugesetzt werden dürfen, festgelegt. Gegebenenfalls könnten, so vorhanden, nationale Vorschriften anwendbar sein.

Squalen wird bei der Herstellung mehrerer in der EU zugelassener Impfstoffe als Adjuvans verwendet. Es gibt keine gesetzliche Anforderung, Squalen aus Haifischlebern durch eine nicht tierische Quelle zu ersetzen. Es wird zwar davon ausgegangen, dass einige Unternehmen Squalen verwenden; der Europäischen Arzneimittel-Agentur würden jedoch keine Information darüber vorliegen, aus welcher Haiart das Squalen gewonnen wurde, da dies im Antrag auf Genehmigung für das Inverkehrbringen nicht angegeben werden muss.

(1)Verordnung (EU) 2019/1241 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Juni 2019 mit technischen Maßnahmen für die Erhaltung der Fischereiressourcen und den Schutz von Meeresökosystemen, zur Änderung der Verordnungen (EG) Nr. 1967/2006, (EG) Nr. 1224/2009 des Rates und (EU) Nr. 1380/2013, (EU) 2016/1139, (EU) 2018/973, (EU) 2019/472 und (EU) 2019/1022 des Europäischen Parlaments und des Rates sowie zur Aufhebung der Verordnungen (EG) Nr. 894/97, (EG) Nr. 850/98, (EG) Nr. 2549/2000, (EG) Nr. 254/2002, (EG) Nr. 812/2004 und (EG) Nr. 2187/2005 des Rates (ABl. L 198 vom 25.7.2019, S. 105).
(2)Verordnung (EU) 2021/92 des Rates vom 28. Januar 2021 zur Festlegung der Fangmöglichkeiten für 2021 für bestimmte Fischbestände und Bestandsgruppen in den Unionsgewässern sowie für Fischereifahrzeuge der Union in bestimmten Nicht-Unionsgewässern (ABl. L 31 vom 29.1.2021, S. 31).
(3)Verordnung (EG) Nr. 1224/2009 des Rates vom 20. November 2009 zur Einführung einer gemeinschaftlichen Kontrollregelung zur Sicherstellung der Einhaltung der Vorschriften der gemeinsamen Fischereipolitik und zur Änderung der Verordnungen (EG) Nr. 847/96, (EG) Nr. 2371/2002, (EG) Nr. 811/2004, (EG) Nr. 768/2005, (EG) Nr. 2115/2005, (EG) Nr. 2166/2005, (EG) Nr. 388/2006, (EG) Nr. 509/2007, (EG) Nr. 676/2007, (EG) Nr. 1098/2007, (EG) Nr. 1300/2008, (EG) Nr. 1342/2008 sowie zur Aufhebung der Verordnungen (EWG) Nr. 2847/93, (EG) Nr. 1627/94 und (EG) Nr. 1966/2006 (ABl. L 343 vom 22.12.2009, S. 1).
(4)Verordnung (EG) Nr. 1005/2008 des Rates vom 29. September 2008 über ein Gemeinschaftssystem zur Verhinderung, Bekämpfung und Unterbindung der illegalen, nicht gemeldeten und unregulierten Fischerei, zur Änderung der Verordnungen (EWG) Nr. 2847/93, (EG) Nr. 1936/2001 und (EG) Nr. 601/2004 und zur Aufhebung der Verordnungen (EG) Nr. 1093/94 und (EG) Nr. 1447/1999 (ABl. L 286 vom 29.10.2008, S. 1).
(5)Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 30. November 2009 über kosmetische Mittel, (ABl. L 342 vom 22.12.2009, S. 59).
(6)Eintrag 419 in Anhang II der Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 30. November 2009 über kosmetische Mittel, (ABl. L 342 vom 22.12.2009, S. 59).
(7)Verordnung (EG) Nr. 178/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 28. Januar 2002 zur Festlegung der allgemeinen Grundsätze und Anforderungen des Lebensmittelrechts, zur Errichtung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit und zur Festlegung von Verfahren zur Lebensmittelsicherheit (ABl. L 31 vom 1.2.2002, S. 1).
(8)Richtlinie 2002/46/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 10. Juni 2002 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über Nahrungsergänzungsmittel (ABl. L 183 vom 12.7.2002, S. 51).
Letzte Aktualisierung: 14. September 2021Rechtlicher Hinweis - Datenschutzbestimmungen