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Parlamentarische Anfragen
PDF 45kWORD 10k
9. Juni 2021
E-003061/2021
Anfrage zur schriftlichen Beantwortung  E-003061/2021
an die Kommission
Artikel 138 der Geschäftsordnung
Erik Marquardt (Verts/ALE), Patrick Breyer (Verts/ALE), Tineke Strik (Verts/ALE), Damian Boeselager (Verts/ALE)
 Schriftliche Antwort 
 Betrifft: Einsatz akustischer Waffen an der Grenze zwischen Griechenland und der Türkei

In zahlreichen Medien wurde in der vergangene Woche berichtet, dass die griechische Grenzpolizei „Long Range Acoustic Devices“ (LRADs) – meist „Schallkanonen“ genannt – beschafft hat und an der Grenze zur Türkei einsetzen will. Der griechischen Grenzpolizei zufolge ist das erklärte Ziel, Menschen auf türkischem Hoheitsgebiet an der Fortbewegung zu hindern. LRADs erzeugen hierzu ein akustisches Signal in hohen Frequenzbereichen, das starke Schmerzen auslöst und bleibende Schäden verursacht. Nicht einmal der Selbstschutz durch Ohrstöpsel oder das Auflegen der Hände bietet dabei ausreichend Schutz vor Verletzungen des Trommelfells. Zu diesem Schluss kam schon im Jahr 2016 die Organisation „Physicians for Humanity“ in einem Bericht. Aus diesem Grund wird dort auch gefordert, den Einsatz jeglicher akustischer Waffen zu beenden.

1. Welche Rechtsgrundlagen gelten aus Sicht der Kommission für den Einsatz von Schallkanonen?

2. Wie wird aus Sicht der Kommission die menschenrechtliche Verpflichtung zu einem Zugang zu einem Asylverfahren gewährleistet, wenn Schutzsuchende mit Waffengewalt daran gehindert werden, einen Asylantrag stellen zu können?

3. Wie wird sichergestellt, dass keine Verstöße gegen das Unionsrecht finanziert werden und dass diese Rechtsverletzungen Konsequenzen haben?

Letzte Aktualisierung: 21. Juni 2021Rechtlicher Hinweis - Datenschutzbestimmungen