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Parlamentarische Anfragen
PDF 48kWORD 11k
6. Oktober 2021
E-004545/2021
Anfrage zur schriftlichen Beantwortung  E-004545/2021
an die Kommission
Artikel 138 der Geschäftsordnung
Esther de Lange (PPE), Markus Pieper (PPE), Jessica Polfjärd (PPE), Marian-Jean Marinescu (PPE), Sunčana Glavak (PPE)
 Betrifft: EU-weite Überwachung der Energiearmut

Die Energiearmut, das heißt der Zusammenhang von Armut und den Kosten für Energie, ist europaweit zunehmend ein Problem. So leiden mehr als 500 000 Haushalte in den Niederlanden unter Energiearmut(1). Zudem verfügen mindestens zwei Millionen niederländische Hauseigentümer nicht über die finanziellen Mittel, um ihre Wohnungen energieeffizienter zu machen(2). Die Vorschläge für den europäischen Grünen Deal werden auch Haushalte mit niedrigem und mittlerem Einkommen unverhältnismäßig stark treffen, da Energie für diese Haushalten eine geringere Preiselastizität hat(3).

In ihren länderspezifischen Empfehlungen hat die Kommission bereits auf Energiearmut und Empfehlungen zur Energieeffizienz Bezug genommen(4). Eine bessere EU-weite Überwachung der Energiearmut ist erforderlich, um Entwicklungen, Auftreten und Ausmaß des Problems zu verstehen und eine gezieltere und wirksamere Politikgestaltung zu ermöglichen.

1. Hat die Kommission angesichts der Tatsache, dass die Beobachtungsstelle für Energiearmut(5) inaktiv ist, derzeit das Ausmaß der Energiearmut in der gesamten EU im Blick? Wenn ja, wie und wo genau und auf der Grundlage welcher einheitlichen Definition?

2. Welche Entwicklungen erwartet die Kommission in Bezug auf die Zahl der Menschen, die in jedem Mitgliedstaat von Energie- und Mobilitätsarmut betroffen sind, unter Berücksichtigung der Vorschläge des europäischen Grünen Deals?

3. Inwieweit hat die Kommission die Energiearmut von Unternehmen untersucht? Kann sie die Metrik in Bezug auf die Energiearmut auch auf kleine und mittlere Unternehmen und insbesondere auf kleine Unternehmen anwenden?

(1)Angaben der unabhängigen niederländischen Forschungseinrichtung TNO: www.tno.nl/nl/over-tno/nieuws/2021/9/tno-brengt-energiearmoede-gedetailleerd-in-kaart/
(2)Angaben des Nationalen Instituts für Informationen über Familienfinanzen (NIBUD) www.nibud.nl/beroepsmatig/rapport-kunnen-woningeigenaren-energie-investeringen-betalen/
(3)Bericht des polnischen Wirtschaftsinstituts, des European Roundtable on Climate Change and Sustainable Transition und von Cambridge Econometrics: https://secureservercdn.net/160.153.137.163/z7r.689.myftpupload.com/wp-content/uploads/2021/06/20210628-Final-Report-New-Title.pdf
(4)Die Kommission hat beispielsweise Empfehlungen zur Energieeffizienz in die länderspezifischen Empfehlungen der Niederlande, Rumäniens, Polens und Bulgariens aus dem Jahr 2019 aufgenommen. Energiearmut wird in den Erwägungsgründen der länderspezifischen Empfehlung für Polen von 2019 hervorgehoben.
(5)www.energypoverty.eu/
Originalsprache der Anfrage: EN
Letzte Aktualisierung: 20. Oktober 2021Rechtlicher Hinweis - Datenschutzbestimmungen