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Parlamentarische Anfrage - E-000851/2023Parlamentarische Anfrage
E-000851/2023

Die humanitäre Krise der Yanomami im Amazonasgebiet

Anfrage zur schriftlichen Beantwortung  E-000851/2023
an den Vizepräsidenten der Kommission/Hohen Vertreter der Union für Außen- und Sicherheitspolitik
Artikel 138 der Geschäftsordnung
Jordi Solé (Verts/ALE), Anna Cavazzini (Verts/ALE), Michèle Rivasi (Verts/ALE), Claude Gruffat (Verts/ALE), Yannick Jadot (Verts/ALE), Diana Riba i Giner (Verts/ALE)

Hunderte Kinder der Yanomami sind im Amazonas-Regenwald an den Folgen des illegalen Bergbaus gestorben, was eine Notlage ist, die von den brasilianischen Regierung unter Lula da Silva als Völkermord eingestuft wurde[1].

Die Yanomami sind nach der Bevölkerungszahl das größte indigene Volk im Amazonasgebiet. Die Zahl der illegalen Bergarbeiter, die zu Tausenden nach Gold schürfen, ist laut dem Bericht „Yanomami under attack“[2](Angriff auf die Yanonami) im Jahr 2021 um 46 % angestiegen, was zur Verbreitung von Krankheiten wie Malaria und Lungenentzündung geführt hat, gegen die die dort lebenden Indigenen keine Antikörper bilden können. Was die Säuglingssterblichkeit am meisten in die Höhe getrieben hat, ist jedoch die schwere Unterernährung, die durch die Vergiftung von Flüssen mit Quecksilber verursacht wurde, das zum Goldschürfen verwendet wird. Infolge des Zustroms illegaler Goldschürfer haben unter anderem auch die Fälle von Körperverletzung und sexueller Gewalt zugenommen.

Eingang: 13.3.2023

Letzte Aktualisierung: 21. März 2023
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