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Parlamentarische Anfragen
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19. Juli 2005
H-0670/2005

MÜNDLICHE ANFRAGE H-0670/05

für die Fragestunde während der September II-Tagung 2005

gemäß Artikel 109 der Geschäftsordnung

von Bernd Posselt

an die Kommission


  Betrifft: Verordnung (EWG) Nr. 2081/92: Geschützte geografische Angaben - Karlsbader Oblaten

 Antwort im Plenum 

Die Verordnung (EWG) Nr. 2081/92[1]  sieht u.a. den Schutz von Bezeichnungen von Lebensmitteln vor, deren Qualität sich aus einem geografischen Ursprung ergibt. Die Tschechische Republik hat beantragt, dem Erzeugnis „Karlovarske oplatky“ (Karlsbader Oblaten) diesen Bezeichnungsschutz zuzuerkennen.

 

Karlsbader Oblaten sind eine seit etwa 200 Jahren nach alten Familienrezepten hergestellte Waffelspezialität, die ihre weltweite Bekanntheit der damaligen Blütezeit des böhmischen Kurortes Karlsbad (Karlovy Vary) verdankt. Sie wurden bis 1945 vor allem im damals mehrheitlich von Deutschen bewohnten „Bäderdreieck“ Karlsbad-Marienbad-Franzensbad, aber auch in Österreich hergestellt.

 

Mit der Vertreibung großer Teile der deutschsprachigen Bevölkerung aus der Tschechoslowakei nach Ende des Zweiten Weltkrieges sind viele der alteingesessenen Bäckerfamilien aus Karlsbad und anderen Teilen des Bäderdreiecks u.a. nach Deutschland und Österreich gekommen und haben mit ihrem Savoir-faire dort die Herstellung der Karlsbader Oblaten wieder aufgebaut.

 

Ist sich die Kommission dieser Umstände bewusst, und wie wird sie diese bei der Bewertung des tschechischen Schutzantrages berücksichtigen?

 

 

Eingang: 19.07.2005

de

[1]  ABl. L 208 vom 24.7.1992, S. 1.

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