Parlamentarische Anfragen
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20. Dezember 2010
O-0217/2010

Anfrage zur mündlichen Beantwortung O-0217/2010

an die Kommission

Artikel 115 der Geschäftsordnung

Ádám Kósa, Artur Zasada, Dieter-Lebrecht Koch, Joanna Katarzyna Skrzydlewska, Danuta Maria Hübner, Piotr Borys, Bogusław Sonik, Krzysztof Lisek, Joachim Zeller, Danuta Jazłowiecka, Jacek Saryusz-Wolski, Jan Olbrycht, Małgorzata Handzlik, Elżbieta Katarzyna Łukacijewska, Bogdan Kazimierz Marcinkiewicz, Róża Gräfin von Thun und Hohenstein, Jarosław Leszek Wałęsa, Sidonia Elżbieta Jędrzejewska, Filip Kaczmarek, Tadeusz Zwiefka, Luis de Grandes Pascual, Andrzej Grzyb, Jan Kozłowski, Rafał Trzaskowski, Jacek Protasiewicz, Lena Kolarska-Bobińska, László Tőkés, Béla Glattfelder, Lívia Járóka, Zoltán Bagó, Edit Bauer, László Surján, Csaba Sógor, András Gyürk, Kinga Gál, Iuliu Winkler, János Áder, Tamás Deutsch, Csaba Őry, Ildikó Gáll-Pelcz, György Schöpflin, Alajos Mészáros, József Szájer


  Betrifft: Angemessene Informationen für alleinreisende Eltern mit Kindern und ältere Passagiere auf Flugreisen

In gesetzlicher Hinsicht ist der Luftverkehrssektor der Sektor mit der umfangreichsten Regelung der Rechte der Passagiere. Zu den Rechtsvorschriften für diesen Sektor gehört eine spezifische Verordnung (VO (EG) Nr. 1107/2006) über die Rechte von behinderten Flugreisenden und Flugreisenden mit eingeschränkter Mobilität. Durch diese Verordnung garantierte Grundsätze sind u. a. Zugänglichkeit, Nichtdiskriminierung, Unterstützung und das Recht auf Informationen in zugänglicher Form.

Leider ist jedoch die Zahl der Flugreisenden, die tatsächlich über diese Rechte informiert sind, viel zu gering. Während Menschen mit Behinderungen meistens über ihre Rechte Bescheid wissen, sind ältere Menschen und Mütter oder Väter, die alleine mit kleinen Kindern verreisen (also Menschen, deren Mobilität aus Altersgründen eingeschränkt ist) diesbezüglich weit weniger informiert.

In diesem Zusammenhang sollte darauf hingewiesen werden, dass das gleiche Symbol (eine Person in einem Rollstuhl vor blauem Hintergrund) verwendet wird, um auf Informationsschalter, Toiletten, Aufzüge usw. hinzuweisen, die sowohl für behinderte Menschen als auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität bestimmt sind. Personen mit eingeschränkter Mobilität glauben oft, dass solche Einrichtungen nur für behinderte Menschen gedacht sind. Das Personal auf Flughäfen teilt tendenziell diese Einschätzung, was erklärt, weshalb es untätig bleibt. Die Flugreisenden stützen sich, was das Verständnis ihrer Rechte betrifft, offensichtlich auf das Symbol und nicht auf den Inhalt der Verordnung (EG) Nr. 1107/2006. Das derzeit gebräuchliche graphische Symbol richtet sich jedoch nur an einen Teil der Personen, die gemäß dieser Verordnung Anspruch auf Unterstützung haben.

Teilt die Kommission in Anbetracht dessen nicht die Ansicht, dass die Einführung eines neuen Symbols zur Verwendung auf allen Flughäfen in der EU vorgeschlagen werden sollte, das eine Person mit eingeschränkter Mobilität darstellt, die als solche sowohl für ältere Menschen als auch für alleinreisende Mütter und Väter mit kleinen Kindern klar erkenntlich ist? Ist die Kommission nicht der Ansicht, dass im Titel der Verordnung auch mit kleinen Kindern reisende Mütter und Väter und ältere Flugreisende genannt werden sollten?

Eingang: 20.12.2010

Weiterleitung: 4.1.2011

Fristablauf: 11.1.2011

Originalsprache der Anfrage: EN 
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