Parlamentarische Anfragen
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2. September 2016
O-000110/2016
Anfrage zur mündlichen Beantwortung O-000110/2016
an die Kommission
Artikel 128 der Geschäftsordnung
Nicola Caputo, Pavel Poc, Biljana Borzan, Gilles Pargneaux, Frédérique Ries, Bronis Ropė, Eric Andrieu, Enrico Gasbarra, Romana Tomc, Claudiu Ciprian Tănăsescu, Nikolay Barekov, Marc Tarabella, Daniel Buda, Lynn Boylan, Stefan Eck, Angel Dzhambazki, Patricija Šulin, Christel Schaldemose, Rolandas Paksas, Ivo Vajgl, Olga Sehnalová, Jo Leinen, Momchil Nekov, Norbert Erdős, Michela Giuffrida, Brando Benifei, György Hölvényi, Zigmantas Balčytis, Karin Kadenbach, Maria Lidia Senra Rodríguez, Doru-Claudian Frunzulică, Pavel Telička, Yana Toom, Benedek Jávor, Kateřina Konečná, Michèle Rivasi, Isabella De Monte, Clara Eugenia Aguilera García, Sofia Sakorafa, Ivan Jakovčić, Merja Kyllönen, Aldo Patriciello, Maite Pagazaurtundúa Ruiz, Milan Zver, Anna Záborská, Anja Hazekamp, Tibor Szanyi, Miltiadis Kyrkos, Marlene Mizzi, Hugues Bayet, Claude Rolin, Viorica Dăncilă, Jasenko Selimovic, Filiz Hyusmenova, Miroslav Poche, Carolina Punset, István Ujhelyi, Marco Zullo, Renate Sommer, Mairead McGuinness, Rosa D'Amato, Monika Smolková, Alojz Peterle, Andrea Cozzolino, Stelios Kouloglou

 Betrifft: Gesundheitsrisiken in Zusammenhang mit dem Konsum von Pflanzenöl, insbesondere Palmöl

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) ist unlängst zu dem Schluss gekommen, es gebe ausreichend Belege dafür, dass Glycidyl-Fettsäureester – Schadstoffe, die bei der Verarbeitung raffinierter Pflanzenöle entstehen – genotoxisch und krebserregend sind.

Die höchsten Werte von Glycidyl-Fettsäureestern fand man in Palmöl und Palmfett.

Nach Angaben der EFSA werden Kleinkinder durch Säuglingsanfangsnahrung Werten ausgesetzt, die bis zu zehnmal höher als das zulässige Höchstmaß sind.

Auch wenn die Werte von Glycidyl-Fettsäureestern in Palmöl und Palmfett in den vergangenen sechs Jahren um die Hälfte gesunken sind, nehmen die meisten Menschen nach wie vor den Großteil dieser Schadstoffe über das Palmöl auf. Palmöl kommt in Zwischenmahlzeiten, Plätzchen, Brotstangen, Kräckern und vielen anderen Lebensmitteln und Kindernahrungsmitteln vor und stellt ein potenzielles Gesundheitsrisiko insbesondere für Kinder und Jugendliche sowie für alle Menschen dar, die Lebensmittel mit einem hohen Anteil an Palmölfettsäuren zu sich nehmen.

In diesem Zusammenhang wird die Kommission um die Beantwortung folgender Fragen gebeten:

– Wie gedenkt die Kommission mit den potenziellen Risiken für Verbraucher umzugehen, die von diesen Inhaltsstoffen in Lebensmitteln ausgehen?

– Beabsichtigt die Kommission, regulatorische Maßnahmen zu ergreifen, mit denen das Vorhandensein gefährlicher chemischer Verbindungen in Palmöl begrenzt und dadurch die Gesundheit von Menschen geschützt wird?

Originalsprache der Anfrage: EN
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