Verfahren : 2017/2629(RSP)
Werdegang im Plenum
Entwicklungsstadium in Bezug auf das Dokument : O-000022/2017

Eingereichte Texte :

O-000022/2017 (B8-0211/2017)

Aussprachen :

PV 03/04/2017 - 16
CRE 03/04/2017 - 16

Abstimmungen :

Angenommene Texte :


Parlamentarische Anfragen
PDF 106kWORD 17k
23. März 2017
O-000022/2017
Anfrage zur mündlichen Beantwortung O-000022/2017
an die Kommission
Artikel 128 der Geschäftsordnung
Thomas Händel, im Namen des Ausschusses für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten

 Betrifft: Europäisches Solidaritätskorps
 Antwort im Plenum 

Am 7. Dezember 2016 nahm die Kommission ihre Mitteilung über ein europäisches Solidaritätskorps (COM(2016)0942) an. Dies geschah im Anschluss an die Stellungnahme Präsident Junckers im Rahmen seiner Rede zur Lage der Union vom 14. September 2016, in der er Folgendes verlauten ließ: „Durch ihr freiwilliges Engagement im Europäischen Solidaritätskorps werden diese jungen Menschen neue Kompetenzen erwerben und nicht nur Arbeitserfahrung, sondern auch wertvolle Lebenserfahrung sammeln.“

In ihrer Mitteilung machte die Kommission folgende Aussage: „Das Europäische Solidaritätskorps umfasst zwei sich gegenseitig ergänzende Komponenten: Freiwilligenprojekte und Beschäftigungsprojekte.“ Die Komponente Beschäftigungsprojekte betrifft unmittelbar Angelegenheiten, die in den Zuständigkeitsbereich des EMPL-Ausschusses fallen. Der EMPL-Ausschuss ersucht die Kommission daher um die Beantwortung folgender Fragen:

1. Wie beabsichtigt die Kommission zwischen Freiwilligenarbeit einerseits, die zwar äußerst wertvolle Erfahrungen liefern kann, jedoch nicht bezahlt wird, und Praktika und Ausbildungen, die bezahlt werden sollten, andererseits zu differenzieren? Wie will sie dafür sorgen, dass Freiwilligenarbeit nicht dazu missbraucht wird, um reguläre Formen bezahlter Beschäftigung zu ersetzen?

2. Wie will sie dafür sorgen, dass die Initiative tatsächlich alle jungen Menschen erreicht, insbesondere diejenigen in prekären Situationen?

3. Wie will sie die Qualität der im Rahmen der Initiative angebotenen Praktika und Ausbildungen sicherstellen? Wie sollen formale und informelle Kompetenzen anerkannt werden?

4. Inwiefern wird sie auf bestehende Initiativen, wie Erasmus+ und die Jugendgarantie, aufbauen bzw. diese stärken und ergänzen, ohne sie zu ersetzen? Angesichts der Tatsache, dass die bestehenden Fonds aufgrund der sozialen Lage und der Beschäftigungssituation in Europa dringend benötigt werden: Wie hoch ist der Anteil aus dem Programm für Beschäftigung und soziale Innovation, dem IMIF und der Beschäftigungsinitiative für junge Menschen, den die Kommission für das Europäische Solidaritätskorps zuweisen wird, bzw. welche zusätzlichen Mittel wird sie für das Korps zuweisen? Zieht die Kommission in Erwägung, auf weitere Fonds und Programme, etwa den ESF, zurückzugreifen?

5. Wie will die Kommission verhindern, dass es zu Überschneidungen mit bestehenden Programmen und Instrumenten wie Erasmus+, dem Europäischen Freiwilligendienst und der Europäischen Jugendgarantie kommt bzw. dass diese ersetzt werden?

Originalsprache der Anfrage: EN
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