Beitrag der EU zur Umgestaltung der globalen Lebensmittelsysteme zur Verwirklichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung
14.6.2021
Anfrage zur mündlichen Beantwortung O-000043/2021
an die Kommission
Artikel 136 der Geschäftsordnung
Tomas Tobé
im Namen des Entwicklungsausschusses
Norbert Lins
im Namen des Ausschusses für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung
Der VN-Gipfel über Lebensmittelsysteme wird im September 2021 als Teil der Aktionsdekade für die Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung stattfinden, die die Ziele für nachhaltige Entwicklung umfasst. Lebensmittelsysteme – d. h. Erzeugung, Vertrieb und Verbrauch von Lebensmitteln – wirken sich auf alle 17 Nachhaltigkeitsziele aus und sind für ihre Verwirklichung von entscheidender Bedeutung. Der Gipfel soll die Gelegenheit bieten, neue Maßnahmen einzuleiten, um die Lebensmittelsysteme der Welt gesünder, nachhaltiger und gerechter zu gestalten. Die EU hat aktiv zu der Vorbereitung der Agenda 2030 beigetragen. Sie hat sich auch verpflichtet, die Nachhaltigkeitsziele zu einem Leitprinzip in all ihren Politikbereichen zu machen und sie bei ihren Partnern zu fördern.
Leider deuten alle verfügbaren Indikatoren darauf hin, dass wir nicht auf dem richtigen Weg sind, bis 2030 eine Welt ohne Hunger zu erreichen. Darüber hinaus hat die COVID-19-Pandemie Schwächen des Lebensmittelsystems aufgezeigt und Ungleichheiten verschärft.
In diesem Zusammenhang ist dringend ein erneuertes und verstärktes Engagement der EU für die Beseitigung des Hungers und das Recht auf angemessene Nahrung erforderlich:
- 1.Wie wird die Kommission sicherstellen, dass die EU eine führende Rolle bei der Verwirklichung des Nachhaltigkeitsziels 2 (den Hunger beenden) übernehmen kann, unter anderem durch finanzielle Verpflichtungen im Bereich Ernährung im Rahmen des EU-Haushalts 2021 – 2027 angesichts der derzeit enormen weltweiten Finanzierungslücke?
- 2.Wie gedenkt die Kommission die EU-Handelspolitik zu nutzen, um den globalen Übergang zu nachhaltigen Agrar- und Lebensmittelsystemen im Einklang mit der Strategie „Vom Hof auf den Tisch“ zu unterstützen?
- 3.Welche Maßnahmen gedenkt die Kommission vorzuschlagen, um Partnerländer und ihre lokalen Landwirte, Fischer, Forstwirte und Lebensmittelerzeuger dabei zu unterstützen, nachhaltigere Verfahren in Schlüsselbereichen wie Tierschutz, Einsatz von Pestiziden und Bekämpfung der Antibiotikaresistenz zu entwickeln?
Eingang: 14.6.2021
Fristablauf: 15.9.2021