Parlamentarische Anfrage - P-002881/2021Parlamentarische Anfrage
P-002881/2021

    Nachhaltige Unternehmensführung und unlautere Einkaufspolitik

    Anfrage mit Vorrang zur schriftlichen Beantwortung  P-002881/2021
    an die Kommission
    Artikel 138 der Geschäftsordnung
    Anna Cavazzini (Verts/ALE), Bernd Lange (S&D), Tiemo Wölken (S&D), Samira Rafaela (Renew), Ignazio Corrao (Verts/ALE), Inma Rodríguez-Piñero (S&D), Martin Häusling (Verts/ALE), Aurore Lalucq (S&D), Marie-Pierre Vedrenne (Renew), Clara Aguilera (S&D), Marie Toussaint (Verts/ALE), Heidi Hautala (Verts/ALE), Manon Aubry (The Left), Raphaël Glucksmann (S&D), Karen Melchior (Renew), Saskia Bricmont (Verts/ALE)

    Unlautere Einkaufspolitik von Unternehmen kann Menschenrechtsverletzungen verursachen und sich im weiteren Verlauf der Lieferkette auf die Umwelt auswirken. Die bestehenden Trends haben sich während der COVID-19-Pandemie verschärft, wodurch sich die Lage der Arbeitnehmer noch weiter verschlechtert hat und Millionen Menschen ihres Lebensunterhalts beraubt wurden. Zu einer unlauteren Einkaufspolitik zählen kurzfristige Auftragsänderungen, unklare technische Spezifikationen, Preise unter den Produktionskosten, kurze Vorlaufzeiten und lange Zahlungsfristen. Es ist beispielsweise möglich, dass Hersteller erst bis zu sechs Monate nach der Lieferung Zahlungen erhalten.

    In dem legislativen Initiativbericht des Parlaments über die Sorgfaltspflicht und Rechenschaftspflicht von Unternehmen wird bereits in Artikel 4 Absatz 8 betont, dass sichergestellt werden muss, „dass durch [...] Einkaufspolitik keine potenziellen oder tatsächlichen nachteiligen Auswirkungen auf die Menschenrechte, die Umwelt oder die verantwortungsvolle Führung verursacht werden oder zu solchen beigetragen wird“.

    Letzte Aktualisierung: 4. Juni 2021
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