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Parlamentarische Anfrage - P-003358/2022(ASW)Parlamentarische Anfrage
P-003358/2022(ASW)

Antwort von Stella Kyriakides im Namen der Europäischen Kommission

Die Zulassung von Impfstoffen in der EU beruht auf einer gründlichen und umfassenden Bewertung von Sicherheit, Qualität und Wirksamkeit. Die Bewertungen der Wirksamkeit konzentrierten sich auf die wichtigsten Aspekte, also Sterblichkeit oder Krankenhausaufnahme, doch es wurde auch auf Vorbeugung von Infektionen mit dem schweren akuten Atemwegssyndrom Coronavirus 2 bei geimpften Personen und die Übertragbarkeit in einer Bevölkerung mit adäquater Impfquote[1] geachtet. Die Ergebnisse sind nunmehr eindeutig — weltweit wurden Millionen Leben gerettet[2]. Die Informationserfordernisse wurden auf globaler Ebene ausführlich diskutiert[3][4].

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hatte bereits im Dezember 2020 erklärt, dass die Auswirkungen von Comirnaty auf die Übertragung des Virus nicht sofort festzustellen sind. Hochrangige EU-Experten haben dies in The Lancet im Januar 2021 erwähnt, außerdem wurde diese Information auch in den ersten Bewertungsbericht aufgenommen. Die der EMA übermittelten klinischen Daten sind auf ihrer Website veröffentlicht[5].

Mehrere epidemiologische Studien nach der Vermarktung ergaben, dass bevor die Omikron-Varianten dominant wurden, die Impfstoffe einen hohen Schutz vor Infektionen gewährleisten konnten.

Vor allen Dingen ist wichtig, dass je mehr Menschen geimpft sind, desto weniger Menschen ins Krankenhaus oder in eine Intensivstation (ICU)[6] eingewiesen werden, was wiederum dazu beiträgt, dass die Gesundheitssysteme nicht überlastet werden.

Die Verordnung über das digitale COVID-Zertifikat der EU (EU DCC)[7] gewährleistet Nichtdiskriminierung durch die Einbeziehung von Test‐ und Genesungszertifikaten. Die Verordnung schreibt den Mitgliedstaaten nicht vor, die Vorlage eines solchen Zertifikats von Reisenden zu verlangen, sondern gewährleistet lediglich, dass wenn Mitgliedstaaten bestimmte Einschränkungen für Geimpfte, Getestete oder Genesene aufheben, sie das EU-COVID-Zertifikat von anderen Mitgliedstaaten akzeptieren müssen. Derzeit haben alle Mitgliedstaaten ihre Reisebeschränkungen innerhalb der EU und auch die Anforderung an die Vorlage eines EU-COVID-Zertifikats aufgehoben.

Letzte Aktualisierung: 30. November 2022
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