„Es ist toll, mit Menschen im ganzen Land reden zu können.“

Freiwillige bei SnakSammen.dk Freiwillige, die über die Gesprächsplattform SnakSammen.dk dafür sorgen, dass ihre Mitmenschen jemanden zum Reden haben Dänemark, Kopenhagen

Ganz im Sinne des Schlagworts „Social Distancing“ müssen wir zwar Abstand halten, aber wir dürfen unsere sozialen Kontakte nicht abreißen lassen. Für Leute, die sich einsam fühlen und fast niemanden zum Reden haben, ist die Pandemie oft kaum zu ertragen. Das Rote Kreuz in Dänemark und Boblberg (eine sichere Online-Plattform, auf der man neue Freunde finden kann) haben darum die von Ehrenamtlichen betriebene Gesprächsplattform SnakSammen.dk eingerichtet, was so viel bedeutet wie „miteinander reden“. Menschen, die niemanden zum Reden haben, können sich zu einem Gespräch mit ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Roten Kreuzes anmelden und mit ihnen reden – über alles und nichts. „Es ist toll, mit Menschen im ganzen Land reden zu können“, erzählt Jane, eine der Freiwilligen. Mehr als tausend Menschen haben das Angebot bereits angenommen. Aufgrund ihres großen Erfolgs soll die Plattform nach der Pandemie weitergeführt werden.

„Am wichtigsten im Leben ist es, etwas Wertvolles für andere zu schaffen.“

Rasmus Ehrenamtlicher Helfer, der anderen im Alltag hilft Dänemark, Aalborg

In Dänemark hat das Rote Kreuz ein Netz von 17 000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern geknüpft, die denen beistehen, die wegen der Coronakrise Hilfe brauchen. Für Menschen, die sich in Isolierung begeben haben, kaufen sie im Supermarkt ein, gehen mit dem Hund spazieren oder erledigen andere wichtige Dinge. Rasmus Lundby ist einer von ihnen. Jeden Tag führt er gemeinsam mit seiner Tochter den Hund einer Frau aus, die zur Hochrisikogruppe gehört. „Ich bin Lehrer, und weil ich jetzt online unterrichte, verbringe ich viel Zeit am Computer. Aber immer wenn ich mit dem Hund spazieren gehe, komme ich an die frische Luft und kann den sonnigen Frühling genießen“, freut er sich. Rasmus ist freiwilliges Engagement sehr wichtig. Das möchte er auch seiner Tochter mit auf den Weg geben. „Für mich ist es am wichtigsten im Leben, etwas Wertvolles für andere zu schaffen“, erklärt er.