„Wir haben so viele Talente, also lasst sie uns jetzt und hier nutzen.“

Die RolliGang: Alexander, Benny, Johannes, Orazio und Sarah Komponisten eines Lieds, mit dem sie Helden in ganz Deutschland Mut zusprechen, damit sie ihr Bestes geben Deutschland, München

In dieser Krise haben wir uns alle schon einmal niedergeschlagen gefühlt. Wer in der Ausgangssperre festsitzt, die Arbeit verliert, lange gehegte Pläne aufgeben muss oder – was am schlimmsten ist – erlebt, dass enge Freunde oder Familienmitglieder am Coronavirus sterben, hat allen Grund, der Verzweiflung nah zu sein. Aber wir dürfen eines nicht vergessen: Einige von uns haben solche Probleme schon vor der Krise durchstehen müssen. Alexander, Benny, Johannes, Orazio und Sarah aus München können wortwörtlich ein Lied von Krisen singen. Sie haben schon ihr ganzes Leben mit einer Behinderung zu kämpfen. In diesen unsicheren Zeiten beschlossen sie, ihre Kräfte zu vereinen und uns mit einem neuen Lied ihrer Gruppe „RolliGang“ Hoffnung zu geben. „Es geht um den Menschen und nicht um das Geld. Wer sich für andere einsetzt, der ist der wahre Held“, heißt es in dem Lied. Es ist eine bewegende Ode an Freundlichkeit, Hoffnung, Gerechtigkeit und Einigkeit – ein Loblied auf die unzähligen Helden in ganz Europa. Wer das jetzt selbst hören möchte: Den Song mit dem Titel „Wir schaffen diese Krise“ gibt es auf YouTube.

„Lasst uns singen. Jetzt erst recht!“

Matthias Chorleiter, der Online-Chorstunden für alle anbietet Deutschland, Regensburg

Musik ist die beste Ablenkung. Warum sollten wir also nicht das Beste aus der Ausgangssperre machen und ein paar Lieder singen? Seit einigen Monaten sorgt Cantemus-TV dafür, dass die Menschen in Regensburg – und anderswo – genau das tun können. „Als Leiter des Cantemus-Chors Regensburg wollte ich Menschen aller Altersgruppen die Möglichkeit geben, sich über Musik auszudrücken“, erklärt Matthias. „Deswegen haben wir das Online-Projekt ‚Cantemus-TV‘ aus der Taufe gehoben: damit Kinder, Jugendliche und ganze Familien mitsingen können. Für uns ist klar: Singen hilft gegen Langeweile und Sorgen, sorgt für eine wohlig-warme Atmosphäre und gibt Selbstvertrauen.“ Bei Cantemus-TV werden die Zuschauer aufgefordert, bei den Sendungen der Chormitglieder aktiv mitzumachen, und sie können auch ihre eigenen künstlerischen Beiträge einreichen. Für Matthias ist das eine ganz neue Art, Zusammenhalt und Solidarität zu erleben.

„Unsere Solidarität kennt keine Grenzen – wir helfen auch dem Gesundheitspersonal in Straßburg“

Klaus Aktivist, der eine Spendenkampagne für Krankenhäuser in Kehl und Straßburg auf die Beine stellte Deutschland, Kehl

Die Coronavirus-Pandemie ist ein einschneidendes Erlebnis für alle, die in Grenzregionen leben und arbeiten – und eine Bewährungsprobe für langjährige grenzübergreifende Initiativen wie die Bürgerstiftung Kehl. Seit vielen Jahren hat sie sich dem engen Dialog und der Zusammenarbeit zwischen Kehl und der Nachbarstadt Straßburg auf der französischen Rheinseite verschrieben. Musste die Bürgerstiftung also eine Auszeit einlegen, als die deutsch-französische Grenze geschlossen wurde? Ganz im Gegenteil! „Wir wollten ein Zeichen der grenzenlosen Solidarität setzen und denen helfen, die sich tagein, tagaus für unsere Gesundheit einsetzen. Deswegen haben wir eine großangelegte Spendenkampagne auf die Beine gestellt, um das Personal des Klinikums Kehl und der Straßburger Uniklinik zu unterstützen“, erklärt das Stiftungsmitglied Klaus. Die Bürgerstiftung Kehl sammelte genug Geld, um beiden Krankenhäusern jeweils 4 500 Euro zu überweisen und so die Pflegekräfte bei ihrer täglichen Arbeit zu unterstützen.

„Wir sorgen dafür, dass Kunstschaffende das medizinische Personal auf der ganzen Welt hochleben lassen können“

Christiane und Lars Werbefachleute, auf deren Instagram-Seite @WeSayGracias Kunstschaffende dem medizinischen Personal ihre Dankbarkeit ausdrücken können Deutschland, München

Kunst ist bekanntlich der Spiegel der Gesellschaft. Doch die Coronavirus-Pandemie hat verdeutlicht, dass große gesellschaftliche Veränderungen auch dazu führen könnten, dass die Verbindung zwischen Kunstschaffenden und ihrem Publikum abreißt. Ausstellungen und Live-Auftritte wurden abgesagt, obwohl die Künstlerinnen und Künstler voller Inspiration waren. Christiane und Lars von der Werbeagentur „Who’s Mark“ wollten Abhilfe schaffen – mit ihrer Instagram-Seite @WeSayGracias. Kunstschaffende und kreative Köpfe können hier ihrer Dankbarkeit gegenüber dem Gesundheitspersonal auf der ganzen Welt Ausdruck verleihen. „Die Postings stammen aus Mallorca, Melbourne und vielen anderen Orten“, freuen sich Christiane und Lars. Unter dem Hashtag #WeSayGracias gibt es bereits mehr als 100 künstlerische Beiträge.

„Überfüllte Wartezimmer sind immer ein Infektionsrisiko. Dagegen wollen wir etwas tun“

Lina Unternehmerin, die Allgemeinmedizinern eine Buchungssoftware gegen überfüllte Wartezimmer anbietet Deutschland, Hamburg

Für Hausärztinnen und -ärzte war der Ausbruch der Coronavirus-Pandemie eine große Herausforderung. Die große Frage war, wie man verhindert, dass sich die Leute beim Warten in Arztpraxen anstecken. Lina ist Mitgründerin eines norddeutschen Unternehmens, das Reservierungssoftware für Restaurants entwickelt. Als ihr dieses Problem bewusst wurde, war sie selbst in Not: „Wir haben ‚atodo‘ gegründet, um die Wartezeiten in Restaurants zu verkürzen. Doch wegen Corona ging in der Gastronomie nichts mehr. Unser Produkt war mit einem Schlag nutzlos. Aber wir erkannten, dass es in Arztpraxen hilfreich sein könnte.“ Lina stellt ihre Software jetzt Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung, die etwas gegen überfüllte Wartezimmer tun und somit Ansteckungen verhindern wollen. „Unsere Lösungen schaffen Mehrwert für die Gesellschaft – auch nach der Coronakrise“, meint Lina. Softwarelösungen gegen das Coronavirus sind auch für die EU eine Priorität. So arbeiteten z. B. im Rahmen des Hackathons #EUvsVirus 2 164 Entwicklerteams an innovativen Ideen.

„Unsere Einlass-Ampel macht es möglich, in öffentlich zugänglichen Gebäuden die Personenanzahl zu überwachen – im Rahmen der rechtlichen Vorgaben“

Arne Unternehmer, der eine an Verkehrsampeln inspirierte Personenzählanlage entwickelt hat, mit der sich große Menschenansammlungen vermeiden lassen Deutschland, Darmstadt

Im öffentlichen Raum Abstand zu halten, ist zwar nicht unmöglich, aber auch nicht immer einfach. Um zu verhindern, dass bei Messen und anderen Großveranstaltungen zu viele Menschen auf engem Raum zusammenkommen, entwickelt Connfair neue technische Lösungen im Bereich Personenzählung und Einlassmanagement. Das Vorzeigeprodukt des Unternehmens ist einer Verkehrsampel nachempfunden. Sie zählt, wie viele Leute sich bereits in einem bestimmten Bereich aufhalten, und schaltet automatisch von rot auf grün um, wenn wieder Platz für mehr Leute ist. „Die Einlass-Ampel ist schnell und einfach aufgestellt und dank der eingebauten SIM-Karte direkt mit dem Internet verbunden. In Kombination mit unserer ‚Counter App‘ bietet sie auch noch zusätzliche Funktionen“, erklärt Arne, Gründer und Geschäftsführer von Connfair. Die Produkte des Start-up-Unternehmens sind für seine Kunden eine enorme Erleichterung. Besucherströme analysieren zu können, hilft Unternehmen, die sich an Regierungsvorgaben halten müssen und die Ausbreitung des Virus verhindern wollen.

„Wir engagieren uns als Freiwillige für mehr Solidarität in Europa.“

Laurenz Freiwilliger des Europäischen Solidaritätskorps Deutschland, Spielberg

Im Europäischen Solidaritätskorps engagieren sich mehr junge Europäerinnen und Europäer als je zuvor ehrenamtlich – zugunsten der gesamten Gesellschaft. Der 18-jährige Laurenz Aupperle aus Deutschland ist einer von ihnen. Seit September letzten Jahres arbeitet er im Rahmen dieser Initiative in Frankreich. Wegen der Coronavirus-Pandemie musste er allerdings nach Deutschland zurückzukehren. Das hält ihn aber nicht davon ab, über das Internet Großartiges zu tun. Laurenz und fünf weitere Freiwillige aus ganz Europa haben das Projekt „La Semaine de l’Europe“ (Europawoche) ins Leben gerufen. Mit ihren Aktivitäten wollen sie ihre Mitmenschen dazu bringen, mehr über Europa, die EU und unsere kulturelle Vielfalt zu erfahren. „Die Bürgerinnen und Bürger wissen nicht, was die EU für sie tut und wie sie selbst etwas tun können. Das wollen wir ändern. Wir wollen dazu beitragen, dass in Europa Solidarität gelebt wird, die in schwierigen Zeiten wie diesen unverzichtbar ist.“

„Wir wollten unseren Mitmenschen in Bremen helfen, die es schwerer haben als wir“

Arasch und Anna Unternehmer, die Schutzausrüstung an Organisationen vor Ort liefern Deutschland, Bremen

Arasch und Anna betreiben ein Online-Unternehmen, das Waren und Dienstleistungen für Fachkräfte aus Bauwesen, Handel und Industrie in Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien und den Niederlanden anbietet. Um gemeinsam etwas gegen die Coronavirus-Pandemie zu tun, spendeten ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hunderte Masken an Organisationen in Bremen, wo das Unternehmen seinen Sitz hat. Als sie hörten, dass die Bremer Lebensmitteltafel Masken brauchte, stellten sie sofort Schutzausrüstung bereit. „Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter machen begeistert mit“, erzählt Anna. „Jeder kann etwas beitragen. So können wir diese Krise Schritt für Schritt gemeinsam überwinden.“

„Die strukturierten Cockpit-Checklisten helfen mir bei meiner Arbeit in der Notfallmedizin.“

Maximilian Pilot in Ausbildung, der jetzt als Sanitäter arbeitet Deutschland, Harlaching

Maximilian macht eigentlich eine Ausbildung zum Piloten. Aber weil wegen der Coronavirus-Pandemie keine Piloten mehr eingestellt werden, wurde sie vorerst auf Eis gelegt. Maximilian nutzt seine neugewonnene Freizeit, um sich zum Sanitäter umschulen zu lassen. Vor der Coronakrise war er als Erster Offizier über den Wolken unterwegs, aber jetzt wurde er vorübergehend vom Dienst freigestellt, um als Sanitäter in der Münchner Klinik Harlaching zu arbeiten. Es freut ihn besonders, dass ihm seine Erfahrung als Pilot auch in seiner neuen Funktion hilft. Menschen in ganz Europa, die wie Maximilian im Gesundheitsbereich arbeiten, zeigen uns, was gelebte Solidarität ist, und kümmern sich aufopferungsvoll um ihre Schützlinge – auch wenn sie aus anderen Mitgliedstaaten kommen. So stellen deutsche Krankenhäuser beispielsweise ihre Intensivbetten für Schwerkranke aus Italien und Frankreich bereit.

„Ich helfe dem Rettungsdienst.“

Peter Flugbegleiter, der als Rettungssanitäter arbeitet Deutschland, Augsburg

Wie viele andere, die im Gesundheitswesen arbeiten, kümmert sich auch Peter aufopferungsvoll um alle, die sich möglicherweise oder tatsächlich mit dem Coronavirus angesteckt haben. Vor kurzem war er noch Flugbegleiter bei der Lufthansa. Doch dann begann die Coronakrise: Um COVID-19-Fälle versorgen zu können, brauchten medizinische Teams zusätzliche Hilfe. Schließlich mussten auch Alltagskrankheiten und -verletzungen noch versorgt werden. Peter arbeitet unermüdlich. Menschen wie er sorgen dafür, dass Kranke schnellstmöglich in Krankenhäuser gebracht und dort behandelt werden. Auch die EU hilft, wo sie kann: sie koordiniert diese Bemühungen und unterstützt sie. Manche Intensivpatienten werden von überfüllten Stationen dorthin verlegt, wo man sie besser versorgen kann – z. B. in andere Länder. Vor kurzem kamen elf französische Intensivpatienten nach Luxemburg, und elf Kranke aus Italien und drei aus Frankreich wurden in Österreich behandelt. Das zeigt, wie wir die Krise überstehen: gemeinsam.

„Wir versorgen die Leute in der Umgebung weiterhin mit gutem Essen.“

Maxi Wirtstochter, die im Restaurant ihrer Mutter mithilft Deutschland, Hirten, Rhineland-Palatinate

Maxis Mutter hätte ihr Restaurant schließen und Staatshilfen beantragen können. Die Familie lebt jedoch auf dem Land, wo das Lebensmittelangebot nicht so üppig ist. Ihre Mutter wollte deshalb den Leuten in der Umgebung helfen: Sie bot Speisen zum Mitnehmen an und richtete einen Lieferdienst ein, der für ältere und schutzbedürftige Menschen kostenlos ist. Viele Restaurants versorgen die Menschen in ganz Europa nach wie vor mit gutem Essen. Das hat auch eine zweite wichtige Folge: Die Restaurants müssen nicht schließen, und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter behalten ihre Jobs.

„Vor allem müssen wir den Menschen dabei helfen, gesund zu bleiben.“

Julia Pharmazeutisch-technische Assistentin, die jetzt mehr arbeitet, um anderen dabei zu helfen, gesund zu bleiben Deutschland, Altötting

Julia arbeitet seit drei Jahren als pharmazeutisch-technische Assistentin in einer Apotheke. So viel wie in den letzten Wochen hatte sie dabei noch nie zu tun. In der aktuellen Gesundheitskrise spielen die Apotheken in ganz Europa eine zentrale Rolle: Sie informieren und beraten ihre Kundschaft und sind für viele erste Ansprechpartner in Gesundheitsfragen – etwa wenn es um Schutzmaßnahmen, Krankheitssymptome und Behandlungsoptionen geht. Ohne Apothekenmitarbeiterinnen wie Julia könnte die Ausbreitung des Virus also nicht gebremst werden. Durch ihren Einsatz entlasten sie auch andere Fachkräfte im Gesundheitswesen, die unter enormem Druck stehen. Alltagsheldinnen wie Julia gibt es auch in der pharmazeutischen und medizinischen Forschung, die derzeit auf Hochtouren läuft. Hier hilft die Europäische Union mit Finanzspritzen: Sie finanziert 18 entsprechende Forschungsprojekte, an denen 140 Forschungsteams in ganz Europa Tag und Nacht arbeiten. Ziel ist, dass es möglichst bald einen Impfstoff gegen das Coronavirus gibt.

„Schlaflose Nächte und endloses Herumtelefonieren – so gelang es uns, einen Freund aus Afrika zurückzuholen“

Sara wiedervereint mit einem in der Ferne gestrandeten Freund Deutschland, Garching

Der Ausbruch der Coronavirus-Pandemie bringt weltweit Beschäftigte des Gesundheitswesens und Krankenhäuser an ihre Grenzen. Leider kann man sich nur allzu gut vorstellen, dass dies umso mehr in ärmeren Ländern der Fall ist, wo das Gesundheitssystem schon vorher angeschlagen war. Dieser Gedanke bereitete auch Sara Sorgen. Ihr italienischer Freund war zu Besuch bei Verwandten in Benin, als die Pandemie ausbrach und viele Länder begannen, ihre Grenzen zu schließen. Sie machte sich persönlich daran, ihren Freund nach Hause zu holen. Mithilfe seines Arbeitgebers, des Betriebsrats, seiner Kolleginnen und Kollegen, seiner Familie und einer sehr netten Reisebüromitarbeiterin gelang es ihnen, ihn wieder nach Deutschland zu bringen. Die Fluglinien der EU-Länder bringen Menschen aus ganz Europa von überallher in ihre Heimat zurück. Möglich macht dies das EU-Rückholprogramm: Mit 193 Flügen wurden bis zum 16. April insgesamt 41 760 Bürgerinnen und Bürger der EU nach Hause gebracht.

„Mich interessiert die Kraft der Musik, Menschen zusammenzubringen.“

Sonja Sängerin, die mit ihrer Musik Menschen verbindet Deutschland, Mainz

Musik hat die Kraft, Menschen zu verbinden – umso mehr in dieser schwierigen Zeit, in der sich viele von uns einsam fühlen. Die Sopranistin Sonja kam deshalb auf die Idee, über ihre Facebook-Seite Menschen im Duett zusammenzubringen. Bei ihrem Projekt können alle Musikbegeisterten mitmachen, egal ob Profi oder Laie. Besonders viele Menschen brachte Sonja am 22. März zusammen: Sie sangen um 18 Uhr von ihren Fenstern aus gemeinsam die Europahymne.

„Wir müssen an die denken, die zur Risikogruppe gehören.“

Lisa Pflegefachkraft, die sich um ältere Menschen kümmert Deutschland, Berlin

Pflegefachkräfte stehen an vorderster Front, wenn gefährliche Infektionskrankheiten ausbrechen – etwa die sogenannte Schweinegrippe, Ebola oder die Atemwegserkrankungen SARS und MERS, um nur einige Beispiele aus den vergangenen Jahren zu nennen. Auch jetzt setzen sie alles daran, die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus einzudämmen. Ob in Pflegeheimen, in Krankenhäusern oder bei Großeinsätzen zum Schutz der Gesundheit von uns allen: Pflegefachkräfte setzen sich rund um die Uhr für die Gesundheit ihrer Patientinnen und Patienten und der gesamten Bevölkerung ein. Lisa erklärt, dass ihr Arbeitsalltag wegen der Schutzmaßnahmen noch schwieriger geworden ist – zum Beispiel weil sie Mundschutz tragen muss: „Gerade über Mimik kommuniziert man so viel mit den Klienten, und ein kleines Lächeln macht so viel aus. Und das ist momentan leider nicht mehr möglich.“ Wir danken allen Pflegefachkräften von Herzen, denn sie arbeiten auch während der aktuellen Pandemie unbeirrt weiter.

„Ich tue heute, was ich kann, um unsere Zukunft zu ändern“

Carolin Ehrenamtliche Sanitäterin Deutschland, Burghausen

Carolin hat gerade ihr Abitur gemacht und beginnt nächstes Jahr ihr Medizinstudium. Menschen in Not zu helfen, ist ihre Berufung. Zurzeit arbeitet sie als ehrenamtliche Sanitäterin. Seit dem Ausbruch der Pandemie ist ihre Arbeit viel schwieriger geworden. Aber für sie ist es selbstverständlich, alle Schutzmaßnahmen einzuhalten, damit das Coronavirus eingedämmt werden kann. Die Corona-Ausbreitung zu bremsen, ist eines der Hauptziele der EU - und wohl aller Europäer. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass lebensrettende Dienste und lebenswichtige medizinische Ausrüstung auch in der Krise verfügbar sind.

„Achtet aufeinander und geht respektvoll miteinander um. Wir müssen jetzt zusammenhalten!“

Anna Angehende Krankenpflegerin Deutschland, Starnberg

Anna macht seit Oktober 2018 eine Ausbildung zur Krankenpflegerin. Sie ist jederzeit bereit, zu helfen. Ihre Abteilung hat sich für die Behandlung von Corona-Notfällen gerüstet. Anna musste deshalb lernen, wie man Geräte zur Überwachung des Patientenzustands bedient, die normalerweise Ärzten vorbehalten sind. Für Auszubildende ist die Lage im Moment besonders belastend – auch und die anderen zu jeder Zeit schützen. Solche Beispiele gelebter Solidarität gibt es in allen Mitgliedstaaten – auch über Grenzen hinweg: So hat Frankreich eine Millionen Masken nach Italien gespendet. Deutschland wiederum hat tonnenweise lebensrettende medizinische Ausrüstung nach Italien geschickt – zum Beispiel Beatmungsgeräte und -masken.emotional. Aber gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen kämpft Anna mit aller Macht gegen das Virus. Ihr liegt am Herzen, dass wir uns alle umeinander kümmern, respektvoll miteinander umgehen und uns

„Wir machen weiter: Unsere Patienten brauchen uns!“

Edina Zahnärztin, die sich auch in der Krise um ihre Patienten kümmert Deutschland, Korntal-Münchingen

Edina Glaser betreibt gemeinsam mit sechs Kolleginnen und Kollegen eine Zahnklinik. In der aktuellen Krise ist das alles andere als einfach: Desinfektionsmittel und Schutzausrüstung sind Mangelware. Die Klinik liegt in einem besonders stark von der Pandemie betroffenen Gebiet, was die Behandlung der Patienten noch erschwert. Dr. Glaser und ihre Kollegen machen trotzdem weiter: Ihre Patienten brauchen sie – vor allem jene, die starke Schmerzen haben. Die medizinische Versorgung der Bürger hat für uns Vorrang. Millionen von Krankenpflegern, Ärzten, Zahnärzten und anderen medizinischen Fachkräften kämpfen gegen das Coronavirus. Die Europäische Union hilft ihnen dabei und sorgt dafür, dass die Mitgliedstaaten rasch an lebensrettende medizinische Ausrüstung gelangen.

„Wir helfen, um unser dringend benötigtes Krankenhauspersonal zu entlasten“

Claudia hilft Schmerzpatienten, damit sich Ärzte auf Corona-Fälle konzentrieren können Deutschland, Herrsching am Ammersee

Dem medizinischen Personal verlangt die Coronakrise alles ab – entlastet wird es von Osteopathinnen wie Claudia. Sie betreut Patientinnen und Patienten mit Beschwerden, die nicht mit dem Coronavirus zusammenhängen. Claudia und ihre Kolleginnen und Kollegen lindern deren Schmerzen auch während der Krise, in der der Großteil des Krankenhauspersonals mit der Eindämmung der Pandemie alle Hände voll zu tun hat. Damit erleichtert sie nicht nur ihren Patientinnen und Patienten das Leben, sondern entlastet auch die zurzeit stark beanspruchten Ärztinnen und Ärzte sowie Krankenpflegerinnen und Krankenpfleger.