Der Europatag darf keine sterile Feier vergangener Erfolge sein

Pressemitteilungen
Brüssel -
08-05-2014
Interne Politikbereiche und Institutionen der EU

Im Vorfeld des Europatags am 9. Mai erklärte der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz:

„Europa feiert dieses Jahr zwei Jahrestage:den 100. Jahrestag des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs und den 10. Jahrestag der historischen Erweiterung von 2004.

Diese beiden symbolischen Ereignisse führen deutlich vor Augen, wie sehr sich der europäische Kontinent aufgrund der europäischen Integration zum Besseren gewandelt hat:durch die Zusammenführung und Aussöhnung von Menschen, die Erweiterung der Freiheiten und der Rechtstaatlichkeit, die Konsolidierung von Demokratie, Pluralismus und Toleranz.Man muss sich nur die engsten Nachbarn Europas ansehen, um zu verstehen, wie sehr Europa immer noch als Symbol des Friedens, des Wohlstands und der Hoffnung gilt.

Doch in den vergangenen fünf Jahren wurde vor allem der Begriff „Krise“ mit Europa in Verbindung gebracht.Einige Europäer sehen die EU nun eher als Quelle der Angst statt als Symbol der Hoffnung, als Bedrohung statt als Zufluchtsort.

Der Europatag darf keine sterile Feier vergangener Erfolge sein.Er muss ein Augenblick der Besinnung und der Mobilisierung sein, eine Gelegenheit, den Geist der Solidarität und die Vision wiederzuentdecken, die den Kern des europäischen Projekts bilden.

Europa ist weiterhin unser bestes Instrument, um die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts anzugehen und die Bedrohungen abzuwenden,unabhängig davon, ob es sich dabei um den internationalen Handel oder den Klimawandel, die Migration oder die Sicherheit handelt.

Hinweis für Medienvertreter:

Die Schuman-Erklärung:9. Mai 1950: http://europa.eu/about-eu/basic-information/symbols/europe-day/schuman-declaration/index_de.htm

Für weitere Informationen:

europarl.president.press@europarl.europa.eu