Schulz gratuliert der Ukraine und ihrem gewählten Staatsoberhaupt

Pressemitteilungen
Brüssel -
26-05-2014

Der Präsident des Europäischen Parlaments Martin Schulz gab zur Präsidentschaftswahl in der Ukraine folgende Erklärung ab:

„Ich beglückwünsche das ukrainische Volk, dem es gelungen ist, in dieser für das Land so schwierigen Zeit eine transparente, weitgehend internationalen Standards entsprechende Wahl durchzuführen und einen rechtmäßigen Präsidenten zu wählen.

In der Wahl, die von den staatlichen Stellen in einem enormen Kraftakt allen Widrigkeiten zum Trotz organisiert wurde, kommt der Wille der Bevölkerung zum Ausdruck, ein neues Kapitel ihrer Geschichte aufzuschlagen.Die Wahlbeteiligung war trotz Gewaltakten und Einschüchterungsversuchen sehr hoch.

Ich gratuliere Petro Poroschenko, mit dem ich kürzlich äußerst konstruktive Gespräche geführt habe.Sein bereits im ersten Wahlgang errungener Sieg – wenn er denn vom Endergebnis bestätigt wird – ist ein Signal der Entschlossenheit der Bevölkerung, nach dem monatelangen blutigen Konflikt in der Ukraine Stabilität und Frieden wiederherzustellen.

Es ist an der Zeit, dass die Gewalt in der Ukraine ein Ende hat.Es ist an der Zeit, dass die Ukraine unter der Führung des neuen Präsidenten in einem verfassungsmäßigen Verfahren eine Regierung erhält, die über einen breiten Rückhalt verfügt und keinen einzigen Bürger ausgrenzt.

Ich hoffe, dass die Versuche zur Destabilisierung der Lage in der Ukraine nun aufhören und die Arbeit am Aufbau eines Landes beginnen kann, in dem sich alle Bürger zuhause fühlen.

Auf den neuen Präsidenten warten große Herausforderungen – von der Wiedervereinigung des Landes über die Konsolidierung der Wirtschaft bis hin zur Ausrottung der tief verwurzelten Korruption.Die Europäische Union ist bereit, finanzielle und technische Hilfe zu leisten, das vertiefte und umfassende Freihandelsabkommen zu unterzeichnen und die Gespräche über die Visaliberalisierung abzuschließen.

Ich möchte auch der Delegation des Europäischen Parlaments danken, die die Wahl im Rahmen der internationalen Wahlbeobachtungsmission beobachtet hat.

Hinweis für Medienvertreter:

Die Delegation des Europäischen Parlaments bestand aus folgenden MdEP:
Göran FÄRM, Schweden, S&D, Leiter der Delegation
Krzysztof LISEK, Polen, EVP
Jacek PROTASIEWICZ, Polen EVP
Katrin SAKS, Estland, S&D
Barbara WEILER, Deutschland, S&D
Anna ROSBACH, Dänemark, ECR
Adrian SEVERIN, Rumänien, fraktionslos

 

Weitere Informationen:

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