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Presse - Fotografen
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Frisch gewählte EP-Präsidentin im Europäischen Haus in Berlin

An diesem Dienstag war die frisch gewählte Präsidentin des Europäischen Parlaments, Roberta METSOLA, zu Besuch in Berlin. Sie traf auch das Team des EP-Verbindungsbüros mit Leiter Georg Pfeifer. Ihr Fazit nach der Dialogveranstaltung im Europäischen Haus in Berlin: “Wenn politischer Wille und politische Führung in der Europäischen Union vorhanden sind, dann sind wir vereint und mögliche Risse in unserer Union können nicht ausgenutzt werden.“

An diesem 22. März besuchte Roberta Metsola, die neue Präsidentin des Europäischen Parlaments, im Rahmen ihres Antrittsbesuchs in Deutschland das Europäische Haus in Berlin. Nach einem Telefonat mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Treffen mit Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckhardt und der deutschen Außenministerin Annalena Baerbock, besuchte sie das Team des Verbindungsbüros des Europäischen Parlaments mit Leiter Georg Pfeifer.

Gemeinsam mit Dr. Linn Selle, der Präsidentin der Europäischen Bewegung Deutschland e.V., dem größten Netzwerk für Europapolitik in Deutschland, diskutierte die Präsidentin des Europäischen Parlaments vor zahlreich erschienenen Gästen über die Rolle Europas in einer neuen Welt sowie über Möglichkeiten zur Stärkung der EU als internationale Akteurin.

EP-Präsidentin Roberta Metsola im Verbindungsbüro des Europäischen Parlaments in BerlinEP-Präsidentin Roberta Metsola im Verbindungsbüro des Europäischen Parlaments in Berlin
EP-Präsidentin Roberta Metsola und das Verbindungsbüro des Europäischen Parlaments in Berlin

"Auf das fokussieren, was uns vereint, statt darauf, was uns teilt"

Nach dem Input der Parlamentspräsidentin hatten die rund 80 engagierten Europäer*innen des Netzwerks Europäische Bewegung Deutschland e.V. (EBD) sowie der paneuropäischen Community gemeinsamfür.eu die Möglichkeit, rund eine Stunde lang Fragen zu stellen und Diskussionen zu führen. Die Themen waren vielfältig. Im Hinblick auf die Ukraine-Krise und die Rolle der europäischen Union verdeutlichte Roberta Metsola, dass die Länder des westlichen Balkans gerade „unseren“ Krieg führten und man sie nicht im Stich lassen dürfe, da ihr Zusammenbruch auch den Zusammenbruch der Europäischen Union bedeuten würde. Sie sieht das EU-Parlament in der Verpflichtung, demokratische Werte, auch über EU-Grenzen hinaus, zu schützen und fügte hinzu: „Wir haben die einzigartige Möglichkeit, die europäische Integration weiter zu vertiefen. Und uns auf das zu fokussieren, was uns vereint, statt darauf, was uns teilt.“

Auch die Themen Jugend und Gleichberechtigung wurden von den Teilnehmer*innen angesprochen. Mit einem Schmunzeln sagte Roberta Metsola, dass es nach ihr nicht wieder 20 Jahre dauern dürfe, bis erneut eine Frau an die Spitze des Europäischen Parlaments gelangt. Die letzte Präsidentin des Europäischen Parlaments vor Roberta Metsola war Nicole Fontaine, die das Amt von 1999 bis 2002 ausübte.

Im Hinblick auf die Europawahlen 2024 machte Roberta Metsola deutlich, dass es die Aufgabe aller Europäer*innen sei, den Trend sinkender Wahlbeteiligung bei jungen Leuten zu revidieren.

Die Fragen an die Präsidentin waren zahlreich und Roberta Metsola blieb gerne noch etwas länger vor Ort, um mit möglichst vielen der Teilnehmer*innen ins Gespräch zu kommen.

„Deutschland muss den Kontinent vorantreiben“

Auf eine Frage in Bezug auf Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und Green Deal in Europa antwortete die Präsidentin: „Wir müssen sicherstellen, dass unsere heutigen Investitionen zu Wettbewerbsfähigkeit führen.“ Deutschland müsse den Kontinent vorantreiben. „Für Deutschland ist die Zeit gekommen, wieder mehr Führung zu übernehmen. (...) Wir müssen unser Potenzial nutzen und uns lieber nicht mit den Dingen befassen, die uns zurückhalten.“ Und sie fügte hinzu: „Wir brauchen Mut, um die Menschen zu vereinen.“

Das Fazit des Dialogs im Europäischen Haus: „Wenn politischer Wille und politische Führung in der Europäischen Union vorhanden sind, dann sind wir vereint und mögliche Risse in unserer Union können nicht ausgenutzt werden.“

Europa in Berlin erleben

Bevor die EP-Präsidentin am späten Nachmittag Bundeskanzler Olaf Scholz traf, nahm sie sich noch die Zeit, für eine Runde in der Dauerausstellung „Erlebnis Europa“ (Link ), der interaktiven Ausstellung im Erdgeschoss des Europäischen Hauses. Hier konnte sich Roberta Metsola davon überzeugen, dass die Europäische Union auch außerhalb Straßburgs für alle Menschen hautnah erlebbar wird. Mit dem 360°-Grad-Kino, den digitalen und interaktiven Infotischen steht die Ausstellung in Berlin dem „Prototypen“ in Brüssel in nichts nach.

Vielen Dank für den gelungenen Besuch Roberta Metsola!