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Presse - Fotografen
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LUX-Publikumspreis 2022: „Fliehen“, „Große Freiheit“ und „Quo Vadis, Aida?“ sind nominiert

Am Samstagabend wurden im Rahmen der Verleihung des Europäischen Filmpreises 2021 in Berlin die Nominierungen für den LUX-Publikumspreis bekannt gegeben.

Im Rennen um den renommierten LUX-Filmpreis stehen jetzt:

  • „Fliehen“ von Jonas Poher Rasmussen,
  • „Große Freiheit“ von Sebastian Meise und
  • „Quo Vadis, Aida?” von Jasmila Žbanić.

Worüber handeln die nominierten Filme?

  • „Fliehen“ ist eine dänisch-französisch-schwedisch-norwegische Produktion.

Im Mittelpunkt des animierten Dokumentarfilms steht das wahre Schicksal des afghanischen Flüchtlings Amin Nawabi (ein Pseudonym). Der 36-jährige, erfolgreiche Akademiker, kämpft mit einem Geheimnis, das er 20 Jahre lang verborgen gehalten hat und das das Leben, das er sich aufgebaut hat, zu zerstören droht. Um sich mit seiner Vergangenheit auseinanderzusetzen und mit sich selbst ins Reine zu kommen, vertraut Amin seine Lebensgeschichte seinem engen Freund, dem Regisseur Jonas Poher Rasmussen, an. Die Geschichte zeigt, dass wir nur dann eine Zukunft haben, wenn wir uns mit der Vergangenheit auseinandersetzen und erkennen, dass man nur dann die wahre Bedeutung von Heimat findet, wenn man aufhört, vor dem zu fliehen, was man ist.

  • „Große Freiheit“ ist ein österreichisch-deutscher Spielfilm.

Der Streifen gewann bei den 74. Internationalen Filmfestspielen von Cannes den Jurypreis der Reihe Un certain regard. Im Nachkriegsdeutschland wird Hans immer wieder inhaftiert, weil er homosexuell ist. Durch den Paragraphen 175 wird sein Wunsch nach Freiheit systematisch zerstört. Die einzige feste Beziehung in seinem Leben wird sein langjähriger Zellengenosse, ein verurteilter Mörder. Was als Abscheu beginnt, entwickelt sich zu etwas, das sich Liebe nennt.

  • Quo Vadis, Aida? ist eine Gemeinschaftsproduktion mit Beteiligung von Bosnien und Herzegowina, Österreich, der Niederlande, Frankreich, Polen, Norwegen, Deutschland, Rumänien und der Türkei.

Die Geschichte spielt im Juli 1995 in Bosnien. Aida arbeitet als Übersetzerin für die Vereinten Nationen in der kleinen Stadt Srebrenica. Als die serbische Armee die Stadt einnimmt, ist ihre Familie unter den Tausenden von Zivilisten, die im UN-Lager Schutz suchen. Als Insiderin bei den Verhandlungen hat Aida Zugang zu wichtigen Informationen, die sie übersetzen muss. Welches Schicksal erwartet ihre Familie und ihr Volk? Welchen Schritt sollte sie tun?

Sie haben die Wahl!

Die Filme werden in allen 24 EU-Sprachen untertitelt, damit sie ein möglichst breites Publikum erreichen. Während der LUX-Filmtage und LUX-Publikumswoche im Frühjahr 2022 werden kostenlose Vorführungen der Filme in ganz Europa organisiert. Das Publikum darf mitentscheiden, welcher der drei nominierten Filme als Gewinner hervorgehen soll.

Zur Abstimmung - bis Mitte Mai 2022 - und weiteren Informationen geht es hier!

Der Preisträger wird am 8. Juni 2022 bei einer Feierstunde im Europäischen Parlament bekannt gegeben.

Hintergrund

Mit dem LUX-Publikumspreis will das Europäische Parlament Brücken der Verständigung in Europa schlagen. Es werden Filme ins Rampenlicht gerückt, mit denen das Bewusstsein für aktuelle gesellschaftliche und politische Fragen geschärft und die Schönheit und Vielfalt des europäischen Kinos aufgezeigt wird. Mit der Auszeichnung soll den Bürgern die Politik ein Stück nähergebracht werden.