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Presse - Fotografen
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©B. Ludewig

Europäischer Bürgerpreis in Deutschland: das internationale Jugendtheaterfestival „Wilde Mischung“ ausgezeichnet

Ziel des Europäischen Bürgerpreises ist es, diejenigen auszuzeichnen, die „Europa begreifbar machen und es mit Leben und Freude erfüllen“, so leitete die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments Katarina Barley am 25. Oktober die 13. Preisverleihung im Europäischen Haus ein. In der Hinsicht hat das internationale Jugendtheaterfestival „Wilde Mischung“ einen hervorragenden Beitrag für Europa geleistet.

Seit 2005 findet das Festival in Schwäbisch Hall (Baden-Württemberg) statt und hat in seiner ganzen Geschichte mehr als 1.000 Jugendliche aus Europa, Afrika und Asien durch ihre Leidenschaft für Theater über Grenzen und Sprachen hinaus verbunden. Alle zwei Jahre kommen Menschen aus allen Ecken der Welt zusammen und entwickeln jenseits ihrer Unterschiede Theaterinszenierungen.

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Dementsprechend wies die Europaabgeordnete Evelyne Gebhardt in ihrer Laudatio darauf hin, dass dieses Festival das Motto der Europäischen Union „In Vielfalt geeint“ auf eine besondere Weise verkörpert.

Durch konkrete künstlerische Projekte setzt sich das Festival für Weltoffenheit aktiv ein und trägt dazu bei, „den europäischen Funken weiterzutragen, der Europa so kostbar macht“, so auch die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Katarina Barley.

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Georg Pfeifer, Leiter des Verbindungsbüros des Europäischen Parlaments in Deutschland, freute sich besonders, mit diesem Preis ein Jugendprojekt zu würdigen, da sich das Parlament ganz besonders für Jugendliche einsetzt. 2022 soll das „Europäische Jahr der Jugend“ werden.

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Viel gemeinsam erlebt

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Vor einem begeisterten Publikum haben Georg Kistner (Dramaturg, Gründer und Leiter des Festivals) und Andreas Entner (Schauspieler, Theaterpädagoge und Leiter des Festivals) ihr Projekt und dessen Geschichte vorgestellt. Es wurden vor allem Erlebnisse erzählt - die meisten waren rührend, lustig oder einfach beeindruckend. Ein Problem wollte Herr Entner allerdings schon ansprechen: das EU-Antragswesen.

„Die Angaben die sie da teilweise von mir verlangen sind einfach nicht zu leisten. Wir hatten den Fall in Ghana. Die Menschen, die wir dort jetzt eingeladen haben, die hatten in ihrem Leben noch keinen Ausweis, keinen Reisepass geschweige denn eine entsprechende Nummer.“

Aber nicht nur Theaterbegeisterte aus Ghana nehmen am Projekt teil. Der Wirkungskreis des Festivals erstreckt sich auch über Länder wie Israel, Russland und die Türkei.

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„Werte mit Leben füllen“

Nach der Einspielung eines Projektfilmes durfte das Publikum Fragen stellen. Andreas Entner und Georg Kistner brachten zahlreiche Anekdoten, zum Beispiel wie die Teilnehmer*innen sich wortlos mit Mimik und Gestik oder einer eigens erfundenen Fantasiesprache verständigen.  

Einige ehemalige Teilnehmende der Theaterworkshops die in Schwäbisch Hall für Jugendliche aus der ganzen Welt angeboten werden, saßen im Raum und stimmten immer wieder nickend zu. 

Die Abgeordnete Evelyne Gebhardt unterstrich die Wichtigkeit solcher Bürgerprojekte und betonte, das Vereinte Europa und seine Errungenschaften „Frieden Freiheit, Demokratie, Rechtstaatlichkeit“ seien keinesfalls eine Selbstverständlichkeit und diese Werte müssten mit Leben gefüllt werden, besonders in Zeiten, in denen sie in Frage gestellt würden.

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Die Verleihungszeremonie wurde von den feierlichen Jazzklängen der Band Orchestra Nueva untermalt und anschließend mit persönlichen Gesprächen fortgesetzt.

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Infos zur Feier und zum Bürgerpreis

Mit dem Europäischen Bürgerpreis werden seit 2008 Projekte ausgezeichnet, die „ein besseres gegenseitiges Verständnis und eine stärkere Integration zwischen den Bürgern und Bürgerinnen der Mitgliedstaaten fördert“.

Infos zum Bürgerpreis
Mehr Informationen zum Festival finden Sie hier
 

Die ganze Preisverleihung kann auf Youtube online nachgeschaut werden auf YouTube