Ereignisse

  1.  COP 28 macht Fortschritte bei fossilen Brennstoffen

    ( 30. November bis 12. Dezember 2023 )

    Auf der Klimakonferenz COP 28 in Dubai wird ein Fahrplan für die Abkehr von fossilen Brennstoffen verabschiedet. Die Verhandlungsführer auf der COP 28 einigen sich auch auf Verpflichtungen zur Verdreifachung der Kapazität von Energie aus erneuerbaren Quellen und zur Verdoppelung der Energieeffizienz bis 2030. Darüber hinaus erzielen sie Fortschritte in Bezug auf Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel sowie auf die Finanzierung.

  2.  COP 27 findet in Sharm el-Sheikh statt

    ( 6. bis 20. November 2022 )

    Die Länder einigten sich darauf, einen Fonds für Verluste und Schäden zu errichten, um gefährdete Länder, die von Klimakatastrophen betroffen sind, zu unterstützen. Trotz langsamer Fortschritte beim Ausstieg aus fossilen Brennstoffen und bei der Annäherung an das im Übereinkommen von Paris festgelegte Ziel von 1,5 Grad Celsius wurden jedoch keine neuen Maßnahmen vereinbart.

  3.  UN-Klimakonferenz in Glasgow (COP 26)

    ( 1. bis 3. November 2021 )

    Auf der COP 26 einigten sich die Länder auf das Ziel der Klimaneutralität, die Aufstockung der Mittel für gefährdete Entwicklungsländer und die Kürzung der Mittel für neue Projekte im Bereich der fossilen Brennstoffe. Man konnte sich jedoch nicht auf eine gemeinsame Lösung für den Ausstieg aus der Kohlenutzung einigen.

  4.  Europäisches Klimagesetz tritt in Kraft

    ( 29. Juli 2021 )

    Das erste EU-Klimagesetz macht die Verwirklichung der Klimaneutralität bis 2050 zum verbindlichen Ziel. Mit dem Gesetz sollen auch nach 2050 negative Emissionen erreicht werden. Als Zwischenziel wird eine Reduzierung der Netto-Treibhausgasemissionen um mindestens 55 % bis 2030 festgelegt.

  5.  Die USA treten dem Übereinkommen von Paris wieder bei

    ( 19. Februar 2021 )

    Kurz nach der Vereidigung von Joe Biden als US-Präsident treten die USA erneut dem Übereinkommen von Paris bei.

  6.  Europäisches Klimagesetz: Parlament legt seinen Standpunkt fest

    ( 7. Oktober 2020 )

    Das EU-Parlament billigt seine Verhandlungsposition zum Klimagesetz und schlägt vor, dass die EU und alle Mitgliedstaaten bis 2050 klimaneutral werden sollen. Für 2030 wird ein ehrgeizigeres Emissionsreduktionsziel von 60 % festgelegt.

  7.  EU soll bis 2050 klimaneutral werden

    ( 12. Dezember 2019 )

    Auf einem EU-Gipfel in Brüssel einigen sich die Staats- und Regierungschefs auf das EU-Klimaneutralitätsziel für 2050.

  8.  Der Grüne Deal

    ( 11. Dezember 2019 )

    Die EU-Kommission stellt den europäischen Grünen Deal vor. Mithilfe eines europäischen Klimagesetzes soll die EU bis 2050 klimaneutral werden.

  9.  UN-Klimakonferenz in Madrid (COP 25)

    ( 2. bis 13. Dezember 2019 )

    Die 25. Vertragsstaatenkonferenz endet mit einer Vereinbarung über eine stärkere Senkung des CO2-Ausstoßes, enttäuscht jedoch hinsichtlich Themen wie dem globalen Emissionshandel, klaren Emissionsverringerungsszielen und einem System zur Bereitstellung von Finanzmitteln für schwächere Länder, da Entscheidungen auf die nachfolgende Konferenz vertagt werden.

  10.  Europäisches Parlament erklärt Klimanotstand

    ( 28. November 2019 )

    Das Europäische Parlament ruft den Klimanotstand aus. Die Kommission soll gewährleisten, dass alle relevanten Gesetzes- und Haushaltsvorschläge vollständig mit dem Ziel übereinstimmen, die Erderwärmung auf unter 1,5 °C zu begrenzen.

  11.  UN-Klimakonferenz in Katowice (COP 24)

    ( 3. bis 14. Dezember 2018 )

    Gemischte Bilanz der UN-Klimakonferenz: Die Länder einigen sich auf ein Abkommen, um den Pariser Klimavertrag umzusetzen, lassen jedoch Kernfragen in Bezug auf ein globales Emissionshandelssystem und die Bewältigung eines Temperaturanstiegs von über 1,5 °C offen.

  12.  Sonderbericht 1,5 °C globale Erwärmung

    ( Oktober 2018 )

    Der Weltklimarat veröffentlicht einen Bericht, der die Auswirkungen eines Temperaturanstiegs um 1,5 °C gegenüber vorindustriellen Werten bewertet. Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass die Emissionen stärker reduziert werden müssen als ursprünglich von der Wissenschaft angenommen.

  13.  UN-Klimakonferenz in Bonn (COP 23)

    ( 6. bis 17. November 2017 )

    Auf der 23. Vertragsstaatenkonferenz (COP 23) werden entscheidende Fortschritte hinsichtlich klarer und vollständiger Umsetzungsrichtlinien für das Pariser Klimaabkommen gemacht.

  14.  US-Präsident Donald Trump kündigt den Austritt der USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen an

    ( Juni 2017 )
  15.  UN-Klimakonferenz in Marrakesch (COP 22)

    ( 7. bis 18. November 2016 )

    Die Vertragsparteien sichern zu, die vollständige Umsetzung des Pariser Klimaabkommens voranzutreiben. „Ein außerordentliches Momentum“ im Kampf gegen den Klimawandel sei erreicht.

  16.  Das Pariser Klimaschutzabkommen tritt in Kraft

    ( 4. November 2016 )
  17.  In einer historischen Abstimmung stimmt das EU-Parlament der Ratifizierung des Pariser Abkommens durch die EU zu.

    ( 4. Oktober 2016 )

    Dank der Zustimmung des EU-Parlaments kann das Pariser Abkommen im November 2016 in Kraft treten, nachdem die dazu erforderlichen Voraussetzungen deutlich früher erfüllt werden als angenommen.

  18.  Verabschiedung des Pariser Klimaabkommens

    ( Dezember 2015 )

    Das Pariser Abkommen zur Bekämpfung des Klimawandels ist das erste allgemeine, rechtsverbindliche weltweite Klimaschutzübereinkommen. Ziel des Abkommens ist, den Anstieg der weltweiten Durchschnittstemperatur auf deutlich unter 2 °C gegenüber vorindustriellen Werten zu begrenzen, wobei Anstrengungen unternommen werden, den Anstieg auf 1,5 °C zu beschränken. Das Abkommen zielt darauf ab, sicherzustellen, dass die weltweiten Emissionen möglichst bald ihren Gipfel überschreiten, und in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts ein Gleichgewicht zwischen dem Ausstoß und dem Abbau von Treibhausgasen herzustellen. Zudem behandelt das Abkommen die Anpassung an den Klimawandel, die finanzielle und anderweitige Unterstützung von Entwicklungsländern, den Technologietransfer und Kapazitätsaufbau sowie durch den Klimawandel verursachte Verluste und Schäden.

  19.  Veröffentlichung des fünften Sachstandsberichts des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (IPCC)

    ( 2014 )

    Der Bericht gibt einen Überblick über den Wissensstand zum Klimawandel und hebt neue Ergebnisse seit der Veröffentlichung des vierten Sachstandsberichts hervor. Der Bericht bezieht sich auf den „klaren und wachsenden“ menschlichen Einfluss auf das Klima und warnt davor, dass der unkontrollierte Klimawandel die Wahrscheinlichkeit schwerer, durchdringender und irreversibler Auswirkungen auf Mensch und Ökosysteme erhöht.

  20.  UN-Klimakonferenz in Lima (COP 20)

    ( Dezember 2014 )

    Die COP 20 fordert alle Länder auf, ihre geplanten Beiträge für das Abkommen von 2015 klar, transparent und verständlich darzulegen.

  21.  UN-Klimakonferenz in Warschau (COP 19)

    ( November 2013 )

    Die Vertragsparteien einigen sich auf einen Zeitplan zur Vorlage der geplanten Beiträge der Länder zum neuen globalen Klimaabkommen und auf Wege, um die Bemühungen vor 2020 zu forcieren. Es wird ein Mechanismus eingerichtet, um auf Verluste und Schäden zu reagieren, die in gefährdeten Entwicklungsländern durch den Klimawandel verursacht werden. Die Umsetzung bereits vereinbarter Maßnahmen (z.B. zur Klimafinanzierung) sowie die Transparenz der Emissionsberichterstattung werden verbessert.

  22.  UN-Klimakonferenz in Doha (COP 18)

    ( 2012 )

    Die Regierungen einigen sich darauf, bis 2015 ein universelles Klimaschutzabkommen auf den Weg zu bringen und Lösungen zu finden, um Bemühungen zur Emissionsverringerung noch vor 2020 über bestehende Zusicherungen hinaus auszubauen. Zudem verabschieden sie die Doha-Änderung des Kyoto-Protokolls: Für die teilnehmenden Länder werden neue Emissionsminderungsziele hinzugefügt (von 2012 bis 2020).

  23.  UN-Klimakonferenz in Durban (COP 17)

    ( 2011 )

    In Durban verpflichten sich die Regierungen eindeutig zu einem neuen universellen Klimaabkommen bis 2015 für die Zeit nach 2020, wobei alle nach besten Kräften ihren Beitrag leisten, um gemeinsam Erfolge erzielen zu können.

  24.  Verabschiedung der Abkommen von Cancún

    ( 2010 )

    Die Abkommen von Cancún sind ein umfassendes Paket, das von den Regierungen verabschiedet wurde, um Entwicklungsländer bei der Bewältigung des Klimawandels zu unterstützen. Ein globaler Klimafonds (Green Climate Fund) wird eingerichtet.

  25.  Veröffentlichung des vierten Sachstandsberichts des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (IPCC)

    ( 2007 )

    Der Bericht ist die bis dato umfassendste und detaillierteste Zusammenfassung zum Thema Klimawandel, die mit Hilfe zahlreicher Wissenschaftler und Regierungsvertreter erstellt wurde. Die Hauptergebnisse des Berichts lauten: „Die Erwärmung des Klimasystems ist eindeutig“ und: „Der größte Teil des beobachteten Anstiegs der mittleren globalen Temperatur seit Mitte des 20. Jahrhunderts ist sehr wahrscheinlich durch den beobachteten Anstieg der anthropogenen Treibhausgaskonzentrationen verursacht“.

  26.  Das Kyoto-Protokoll tritt in Kraft.

    ( Februar 2005 )
  27.  Einführung des EU-Emissionshandelssystems

    ( Januar 2005 )

    Das EU-Emissionshandelssystem, das erste und größte Emissionshandelssystem der Welt, wird als wichtiger Pfeiler der EU-Klimapolitik eingeführt.

  28.  Übereinkommen von Marrakesch

    ( November 2001 )

    Die Übereinkommen von Marrakesch werden auf der COP 7 verabschiedet. Darin werden die Regeln zur Umsetzung des Kyoto-Protokolls dargelegt. Neue Finanzierungs- und Planungsinstrumente für die Anpassung werden eingerichtet und ein Rahmen für den Technologietransfer zur Unterstützung von Entwicklungsländern im Umgang mit dem Klimawandel geschaffen.

  29.  Ausstieg der USA aus dem Kyoto-Protokoll

    ( 11. Juni 2001 )

    Präsident Georg W. Bush nimmt die USA aus dem Kyoto-Prozess heraus. Er argumentiert, dass Industrienationen bei der Reduktion des Treibhausgasausstoßes eine größere Last tragen als Entwicklungsländer.

  30.  Verabschiedung des Kyoto-Protokolls

    ( 1997 )

    Das Kyoto-Protokoll ist der weltweit erste Vertrag zur Verringerung der Treibhausgasemissionen: Das Protokoll verpflichtet Industrieländer rechtlich zu Emissionsreduktionszielen - von durchschnittlich 5 % für den Zeitraum von 2008 bis 2012, wobei die Zielvorgaben für die einzelnen Länder stark variieren.

  31.  UN-Klimakonferenz in Berlin (COP 1)

    ( 1995 )

    Die Vertragsparteien sind sich einig, dass die Verpflichtungen der Klimarahmenkonvention nicht ausreichen, um die Ziele der Konvention zu erreichen. Es wird ein Verfahren zur Aushandlung ehrgeizigerer Verpflichtungen für Industrieländer in Gang gesetzt und so die Basis für das Kyoto-Protokoll geschaffen.

  32.  Die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) tritt in Kraft.

    ( 1994 )
  33.  Erdgipfel / Rio-Konferenz

    ( 1992 )

    Die Konvention liegt auf dem Erdgipfel in Rio zur Unterzeichnung auf.

  34.  Verabschiedung der Klimarahmenkonvention

    ( Mai 1992 )

    Der Text des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen wird am Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York angenommen. Es ist der zentrale internationale Vertrag, um die Erderwärmung zu reduzieren und die Folgen des Klimawandels zu bewältigen. Erstmals werden für Industrieländer verbindliche Emissionsminderungsziele festgelegt.

  35.  Erstes Treffen des Zwischenstaatlichen Verhandlungsausschusses

    ( 1991 )
  36.  Erster Sachstandsbericht des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (IPCC)

    ( 1990 )

    In seinem ersten Sachstandsbericht stellt der Weltklimarat fest, dass die vom Menschen produzierten Emissionen zu den natürlichen Treibhausgasvorkommnissen in der Atmosphäre hinzukommen. Er nennt den Klimawandel als Herausforderung mit Folgen, die der internationalen Zusammenarbeit bedarf. Somit spielt der Bericht eine entscheidende Rolle für die Schaffung der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (United Nations Framework Convention on Climate Change, UNFCCC).

  37.  Gründung des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (IPCC), auch Weltklimarat

    ( 1988 )

    Der Zwischenstaatliche Ausschuss für Klimaänderungen (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) ist ein wissenschaftliches und zwischenstaatliches Gremium unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen. Er liefert der Welt einen klaren wissenschaftlichen Überblick über den gegenwärtigen Wissensstand in Sachen Klimawandel sowie seine möglichen ökologischen und sozioökonomischen Folgen.

  38.  Verabschiedung des Montreal-Protokolls

    ( 1987 )

    Das Protokoll beschränkt Chemikalien, die die Ozonschicht schädigen.

  39.  Weltklimakonferenz in Genf

    ( 1979 )

    Es handelt sich um eines der ersten größeren internationalen Treffen zum Klimawandel: im Wesentlichen eine wissenschaftliche Konferenz, an der Wissenschaftler unterschiedlicher Fachrichtungen teilnehmen. Sie führt zur Gründung des Weltklimaprogramms (World Climate Programme, WCP).

  40.  Konferenz der Vereinten Nationen über die Umwelt des Menschen (Weltumweltkonferenz, UNCHE)

    ( 1972 )

    Die erste große Konferenz der Vereinten Nationen zu globalen Umweltfragen markiert einen Wendepunkt in der Herausbildung einer internationalen Umweltpolitik.