Marlene MORTLER
Marlene MORTLER

Fraktion der Europäischen Volkspartei (Christdemokraten)

Mitglied

Deutschland - Christlich-Soziale Union in Bayern e.V. (Deutschland)

geboren am : , Lauf

Schriftliche Erklärungen zur Abstimmung Marlene MORTLER

Die Mitglieder können eine schriftliche Erklärung dazu abgeben, wie sie im Plenum abgestimmt haben. Artikel 194 GO

Eine langfristige Vision für die ländlichen Gebiete der EU (A9-0269/2022 - Isabel Carvalhais)

13-12-2022

Ich habe für den Bericht gestimmt. Unsere ländlichen Regionen bekommen endlich die Aufmerksamkeit, die sie verdienen und brauchen. Denn die meisten Europäerinnen und Europäer leben auf dem Land. Die ländlichen Regionen nehmen in Europa die meiste Fläche ein. Das Ziel des Berichts und der darin enthaltenen Vision besteht darin, unsere ländlichen Regionen leistungsfähiger und attraktiver zu machen, Potenziale zu heben und gesellschaftliche Herausforderungen frühzeitig zu erkennen und ihnen entgegenzuwirken. Bevölkerungsrückgang und Überalterung, mangelnder Zugang zu hochwertigen Dienstleistungen, geringere Vernetzung und Zugriff auf Innovationen müssen mittel- und langfristig ganz oben auf die Agenda.
Wir brauchen einen ganzheitlichen Ansatz von Politiken und Maßnahmen auf EU-Ebene in Kombination mit nationalen und regionalen Maßnahmen. Nur so gelingt es, den Menschen eine dauerhafte Perspektive in ihrer Heimat zu geben. Wir wollen ein Hand-in-Hand von Stadt und Land. Es ist die Aufgabe der Agrarpolitik, das Leben auf dem Land lebenswert zu gestalten und die ländlichen Räume als Kulturlandschaft zu bewahren. Die ländlichen Regionen werden von mehreren EU-Politikfeldern unterstützt, sodass diese eine Chance haben, sich ausgewogen, fair, ökologisch und innovativ zu entwickeln. Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) und die Kohäsionspolitik sind die wichtigsten Säulen der Finanzierung.

Die Auswirkungen von Dürre, Bränden und anderen extremen Wetterereignissen: verstärkte Bemühungen der EU zur Bekämpfung des Klimawandels (RC-B9-0384/2022, B9-0384/2022, B9-0391/2022, B9-0393/2022, B9-0403/2022, B9-0404/2022, B9-0405/2022)

15-09-2022

Ein nachhaltiges Wassermanagement und eine effiziente Bewässerungsstruktur sind essentiell, um die heimische Erzeugung zu stärken. Denn um eine resiliente Landwirtschaft zu fördern, brauchen wir mehr wassersparende Technologien, mehr Beratung und mehr Kooperationsprojekte. Das bedeutet zudem auch, dass neue Züchtungstechnologien und Pflanzenschutzmittel nicht pauschal verboten werden dürfen, um die Ernteeinbußen durch Dürre auszugleichen und die Ernährungssicherheit zu garantieren. Öffentliche Investitionen in die EU-Forschung und zusätzliche Forschungsprojekte zur Züchtung trockenheitstoleranter Pflanzen im Rahmen von Horizon Europe sind somit wichtiger denn je! Leider wurde der Bericht ohne Not mit weiteren Punkten aufgebläht, sodass das ursprüngliche Ziel verwässert und verdrängt wird. Da dieses Thema aber so entscheidend für unsere Lebensmittelversorgung in Europa ist, habe ich dem Bericht schlussendlich zugestimmt.

Eine neue EU-Waldstrategie für 2030 – nachhaltige Waldbewirtschaftung in Europa (A9-0225/2022 - Ulrike Müller)

13-09-2022

Für mich steht schon lange fest, dass Holz der bedeutendste nachwachsende Rohstoff ist. Holz schafft Arbeitsplätze für Millionen Menschen und liefert wertvolle Naturprodukte für Bau, Wärme und Strom. Holz ist außerdem ein Schlüssel im Kampf gegen den Klimawandel und ein Erholungsraum für uns alle. Daher muss nachhaltige Waldbewirtschaftung im Zentrum unserer Klimainitiativen stehen. Der große Erfahrungsschatz der privaten und staatlichen Waldeigentümer sowie der Förster muss entsprechend genutzt werden, denn schließlich wissen sie am besten, welche Bewirtschaftungsform regionalen, spezifischen Bedürfnissen gerecht wird. Ich habe für diesen Bericht gestimmt. Eine Verlagerung der Zuständigkeiten weg von den Mitgliedstaaten nach Europa oder neue Zertifizierungen halte ich allerdings für einen Irrweg. Schließlich müssen wir in diesen Kriegszeiten mehr heimische Potenziale nutzen, Bürokratie abbauen und den Experten vor Ort mehr zutrauen, um die Ziele des Green Deal gemeinsam und gezielt zu erreichen.

Verordnung über Entwaldung (A9-0219/2022 - Christophe Hansen)

13-09-2022

Ich habe gegen den Vorschlag der Kommission für eine Entwaldungsverordnung gestimmt, da wir einige meiner Meinung nach entscheidende Aspekte nicht durchsetzen konnten. Ich halte es für absolut entscheidend, den Konsum von Produkten aus entwaldungsfreien Lieferketten zu fördern. Allerdings ist der Weg zum Ziel genauso entscheidend. Unsere Wirtschaftsunternehmen und Landwirte brauchen rechtliche Sicherheit statt zusätzliche Bürokratielasten. Immer höhere rechtliche Anforderungen dürfen auch nicht dazu führen, dass sich die Produktion ins Ausland verlagert. Deshalb wünsche ich mir bei diesem Vorschlag der EU-Kommission eine umfassende fundierte Folgenabschätzung. Das Ganze darf kein „Dauerauftrag“ für Anwälte werden, während der hohe Anteil z. B. betroffener Kleinbauern auf der Strecke bleibt.

Einwand gemäß Artikel 111 Absatz 3 GO: Änderung des delegierten Rechtsakts zur Klimataxonomie und des delegierten Rechtsakts zur Offenlegung der Taxonomie (B9-0338/2022)

06-07-2022

Ich habe im Europäischen Parlament gegen die sogenannte „Taxonomie“ gestimmt.
Gas- und Atomkraft das Label der Nachhaltigkeit zu verpassen, macht die Umwelt- und Klimapolitik der EU unehrlich, überflüssig und ungerecht. Nachhaltig muss auch nachhaltig bleiben!
Die Taxonomie ist ein Irrweg und politisch statt wissenschaftlich motiviert. Sie ist ein Papiermonster und erinnert an Planwirtschaft. Das Europäische Parlament ist kaum an dem Entstehungsprozess beteiligt worden. Dass wir Atom- und Gaskraft noch eine Weile für unsere Energieversorgung brauchen, ist dabei nicht die Frage.

Verbesserung der Ernährungssicherheit in Entwicklungsländern (A9-0195/2022 - Beata Kempa)

06-07-2022

Ich habe für den Bericht über Ernährungssicherheit in Entwicklungsländern gestimmt, weil er eine solide Grundlage für die Bekämpfung von Armut und Mangelernährung darstellt.
Obwohl gesunde Ernährung eine so wichtige Rolle bei der Entwicklung von Kindern zukommt, haben zahlreiche Kinder keinen Zugang zu sicheren und nahrhaften Nahrungsmitteln. Die Zahl der Kinder, die unter ernährungsbedingten Wachstumsverzögerungen leiden, ist immer noch viel zu hoch.
Daher unterstütze ich die Forderung dieses Berichts, diese Zahl um mindestens sieben Millionen zu senken, nachdrücklich. Die Verfügbarkeit und Erschwinglichkeit von nahrhaften und sicheren Lebensmitteln ist durch Krisen wie die Covid-19-Pandemie und den Krieg in der Ukraine zudem noch weiter eingeschränkt worden. Es ist also ganz klar, dass langfristige Investitionen in die Nahrungsmittel- und Ernährungssicherheit notwendig sind, um dieser Entwicklung gegenzusteuern. Deshalb brauchen wir nicht weniger, sondern mehr nachhaltige Landwirtschaft, weltweit!

Das Erfordernis eines vordringlichen Aktionsplans der EU zur Sicherstellung der Ernährungssicherheit inner- und außerhalb der EU in Anbetracht des russischen Einmarschs in die Ukraine (RC-B9-0160/2022, B9-0160/2022, B9-0162/2022, B9-0163/2022, B9-0164/2022, B9-0165/2022, B9-0166/2022, B9-0167/2022)

24-03-2022

Ich habe heute dafür gestimmt, denn Ernährungssicherheit ist keine Selbstverständlichkeit – in Europa und weltweit. Der Überfall der Ukraine durch Russland am 24. Februar stellt die EU und ihre Landwirtschaft vor große Herausforderungen. Es wäre unverantwortlich, die landwirtschaftliche Produktion jetzt zu senken. Stattdessen brauchen wir eine faire und nachhaltige Landwirtschaft, welche die Produktion aufrechterhält und bestenfalls erhöht.
Die EU soll weiterhin in der Lage sein, die Versorgung mit Lebensmitteln zu erschwinglichen Preisen zu gewährleisten. Wir müssen unsere Produktionskapazitäten in den Bereichen erhöhen, in denen wir stark von Importen abhängig sind. Wir müssen jetzt ganz genau prüfen, welche Folgen die Ziele des Green Deal und der „Farm to Fork“-Strategie auf die künftige Ernährungssicherheit in Europa haben. Diese Ziele dürfen auf keinen Fall dazu führen, dass auf unseren Ackerflächen weniger produziert werden kann. Die neuen Gesetzesinitiativen und Ziele müssen vorübergehend ausgesetzt werden, damit es zu keinem Verlust des Produktionspotenzials der europäischen Landwirtschaft kommt.
Viele der EVP-Forderungen finden sich in den heutigen Vorschlägen wieder, wie zum Beispiel die Freigabe von ökologischen Vorrangflächen für den Anbau. Insbesondere die Aussetzung der Stilllegungsverpflichtungen bis einschließlich 2023 sollte ernsthaft diskutiert werden. Zudem brauchen wir eine vorübergehende Erlaubnis für den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln auf diesen Vorrangflächen.

Schutz von Tieren beim Transport (Empfehlung) (B9-0057/2022)

20-01-2022

Als CSU-Europagruppe haben wir für die Empfehlungen des Ausschusses gestimmt. Diese Empfehlungen wurden auf Basis der Erkenntnisse aus 18 Monaten Arbeit erstellt und spiegeln die Meinung von zahlreichen Expertinnen und Experten wider.
Uns wichtige Anliegen im Bereich des Schutzes von nicht-abgesetzten Kälbern und hochträchtigen Tieren konnten wir durchsetzen, emotional aufgeladene und kaum begründete Änderungsanträge haben wir dabei konsequent abgelehnt. Die angenommenen Empfehlungen sind ausbalanciert und können den Tierschutz beim Transport erheblich verbessern ohne unseren Bäuerinnen und Bauern oder Zuchtverbänden ihre Lebensgrundlage zu nehmen.
Nun liegt es an der Kommission, uns gute Vorschläge für eine Überarbeitung der bestehenden Verordnung zu machen!

Gemeinsame Agrarpolitik: Unterstützung der von den Mitgliedstaaten zu erstellenden und durch den EGFL und den ELER zu finanzierenden Strategiepläne (A8-0200/2019 - Peter Jahr)

23-11-2021

Als CSU-Europagruppe haben wir im Europäischen Parlament für die neue GAP gestimmt. Wir stehen hinter unseren Bäuerinnen und Bauern. Zum ersten Mal gibt es eine verpflichtende Umverteilung der Direktzahlungen zu Gunsten von kleinen Höfen. In Zukunft brauchen wir vor allem engagierten und motivierten Nachwuchs und Hofnachfolger. Zur Generationenerneuerung wird die Junglandwirteprämie von bisher 1 % auf künftig 3 % der Direktzahlungen erhöht.
Die Herausforderungen für unsere Bäuerinnen und Bauern bleiben vielfältig und groß. Für uns ist die Landwirtschaft ein Teil der Lösung für mehr Klima- und Umweltschutz. Ein Viertel der Direktzahlungen werden von 2023 bis 2027 ausschließlich für die neuen Ökoregelungen eingesetzt. Dennoch müssen wir auch und immer die soziale und ökonomische Nachhaltigkeit der Betriebe im Auge behalten. Wir brauchen Kooperation statt Konfrontation und fundierte Folgenabschätzungen statt immer neuer Forderungen im Rahmen des Green Deal.
Leider wird es auch unter der neuen GAP keine verpflichtende Obergrenze für Direktzahlungen geben, wodurch Einzelpersonen im Besitz riesiger Landwirtschaftsflächen weiterhin das Anrecht auf Flächenprämien in Höhe mehrerer Millionen haben. Wenn die Grünen im Europäischen Parlament die Flächenprämien der GAP-Reform kritisieren, bleibt anzumerken, dass es die grüne Agrarministerin Renate Künast war, die die Einführung von Flächenprämien ohne jede Kappung oder Obergrenze im Jahr 2005 durchgesetzt hat.

Strategie „Vom Hof auf den Tisch“ (A9-0271/2021 - Anja Hazekamp, Herbert Dorfmann)

19-10-2021

Wir als CSU-Europagruppe haben uns bei der Abstimmung über die Strategie „Vom Hof auf den Tisch“ enthalten. Viele Ziele der Strategie sind wichtig und müssen unterstützt werden; allerdings brauchen die europäischen Landwirte auch gangbare Alternativen, wie sie diese erreichen und trotzdem die Wirtschaftlichkeit ihrer Höfe sicherstellen können.
Auch eine wissenschaftlich fundierte Folgenabschätzung vor der Verabschiedung von ehrgeizigen Reduktionszielen mit so großem Einfluss auf die Lebensmittelproduktion in der EU ist unabdingbar. Wir dürfen nicht riskieren, dass die EU durch diese Strategie entgegen den Aussagen von Herrn Timmermans während der COVID-19-Pandemie immer abhängiger von Importen aus dem Ausland wird, bei deren Produktion die strengen, in der EU gültigen Bedingungen nicht eingehalten werden.

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