Schwerpunkte der Plenartagung 
 

Neue Regeln sollen multinationale Unternehmen zu mehr Steuertransparenz zwingen 

Multinationale Unternehmen sollen künftig offenlegen, wie viel Steuern sie in den einzelnen EU-Mitgliedstaaten zahlen, um ihre Steuerpraktiken besser kontrollieren zu können.

Mit der für Donnerstag geplanten Abstimmung werden die Abgeordneten ein Gesetzgebungsverfahren abschließen, das durch die Regierungen einiger Mitgliedstaaten fünf Jahre lang gebremst wurde.


Die neuen Regeln, auf die sich das Parlament und die Verhandlungsführer der Mitgliedstaaten im Juni geeinigt haben, verpflichten multinationale Unternehmen und ihre Tochtergesellschaften mit einem Jahresumsatz von mehr als 750 Millionen Euro, die in mehr als einem Land tätig sind, die Höhe der Steuern zu veröffentlichen, die sie in jedem Mitgliedstaat zahlen. Die Öffentlichkeit und die Steuerbehörden werden somit in der Lage sein zu sehen, welche Steuern wo gezahlt werden, was die Steuervermeidungspraktiken dieser Unternehmen aufdecken und untergraben wird.


Die Steuertransparenzberichte sollten auch für die EU-Liste nicht kooperativer Länder und Gebiete für Steuerzwecke außerhalb der EU gelten (Länder auf der sogenannten "schwarzen" und "grauen" Liste).



Debatte: Mittwoch, 10.11.

Abstimmung: Donnerstag, 11.11.

Verfahren: Mitentscheidungsverfahren (Ordentliches Gesetzgebungsverfahren), zweite Lesung