Energieeffizienzkennzeichnung: Neue verbindliche Regeln 

 
 

Diese Seite teilen: 

Die EU-Abgeordneten haben den Standpunkt des Parlaments bezüglich geplanter neuer und verbindlicher Regeln zur Energieeffizienzkennzeichnung von Haushaltsgeräten angenommen. In einer am 6. Juli verabschiedeten Entschließung fordern die Abgeordneten eine Vereinfachung des derzeitigen Kennzeichnungssystems und eine klare Skala von "A" bis "G". So soll es für Verbraucher leichter werden, die Energieeffizienz verschiedener Haushaltsgeräte miteinander zu vergleichen. Mehr dazu im Video.

Die EU-Abgeordneten fordern, die derzeit geltende Skala zur Kennzeichnung der Energieeffizienz von Haushaltsgeräten, die zahlreiche Pluszeichen in der höchsten Klasse (A+, A++, A+++) umfasst, durch eine klare Einstufung von "A" bis "G" zu ersetzen. Des Weiteren sollen klare und lesbare Etiketten Informationen zur Energieeffizienzklasse des Gerätes liefern sowie den absoluten Verbrauch in kWh (Kilowattstunden) über einen bestimmten Zeitraum anzeigen. Auf Basis dieses neuen Systems könnten die Verbraucher dann fundiertere Kaufentscheidungen treffen, um ihre Energiekosten zu senken.


Von dem neuen System werden zusätzliche Energieeinsparungen in Höhe des jährlichen Energieverbrauchs aller baltischen Länder erwartet (jährlich 200 Terawattstunden bis 2030).


Die EU möchte die Energieeffizienz bis 2030 um mindestens 27 Prozent steigern. Ein niedrigerer Verbrauch würde den CO2-Ausstoß und die Abhängigkeit von mächtigen Energielieferanten wie Russland verringern.


Weitere Schritte


Die Position des Parlaments wurde mit 580 zu 52 Stimmen und 79 Enthaltungen angenommen. Nun müssen sich die Mitgliedstaaten auf einen Standpunkt einigen. Danach beginnen die Verhandlungen zwischen dem Parlament und dem Ministerrat.

Infografik zum Thema Energieverbrauch und Energieeffizienz