Bekämpfung des Klimawandels mit der EU-Politik für saubere Energie 

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Solarpark ©AP Images/European Union-EP  

Die Bekämpfung des Klimawandels ist eine Priorität der EU. So wollen die EU-Abgeordneten die Energieeffizienz und die Nutzung erneuerbarer Energiequellen fördern.

Im Jahr 2016 legte die Europäische Kommission eine Reihe von Vorschlägen zum Thema saubere Energie vor, die dazu beitragen sollen, den Klimawandel zu bekämpfen, die Abhängigkeit der EU von Importen fossiler Brennstoffe zu verringern und die Haushalte bei der Erzeugung ihrer eigenen grünen Energie zu unterstützen.

Dieses Legislativpaket beinhaltete drei Vorschläge: Einer bezog sich auf erneuerbare Energien, einer auf die Energieeffizienz und einer auf einen Kontrollmechanismus. Im November 2018 verabschiedete das Parlament die endgültigen Regeln.

Erneuerbare Energien


Der Anteil des Energieverbrauchs aus erneuerbaren Quellen verdoppelte sich in den vergangenen Jahren, nämlich von rund 8,5 Prozent im Jahr 2004 auf 17 Prozent im Jahr 2016. Die EU ist auf dem besten Weg, ihr 20 Prozent-Ziel für 2020 zu erreichen.

Die EU-Mitgliedstaaten einigten sich im Jahr 2014 darauf, dass der Anteil bis zum Jahr 2030 auf 27 Prozent steigen solle. Unter neuen, vom Parlament gebilligten Regeln, soll der Zielwert mindestens 32 Prozent betragen. Außerdem soll das Recht der Verbraucher gestärkt werden, ihren eigenen Strom aus erneuerbaren Quellen zu erzeugen, zu speichern und zu verbrauchen, ohne dass sie dafür Gebühren oder Steuern zahlen müssen.

Erfahren Sie mehr über den Anteil erneuerbarer Energien in den einzelnen EU-Ländern


Energieeffizienz


Verbesserungen im Bereich der Energieeffizienz könnten nicht nur die CO2-Emissionen senken, sondern auch die jährliche Energieimportrechnung der EU in Höhe von 350 Milliarden Euro. Aus diesem Grund einigten sich Parlament und Ministerrat auf ein Energieeffizienzziel von 32,5 Prozent für 2030. 

Ein wichtiger Bereich für Verbesserungen ist die Heizung und Kühlung von Gebäuden. In der EU entfallen 40 Prozent des Energieverbrauchs auf den Gebäudebestand. Etwa 75 Prozent der Gebäude in der EU sind nicht energieeffizient.

Um dieses Problem anzugehen, verabschiedete das Parlament im April 2018 neue Regeln zur Energieeffizienz von Gebäuden. Nach diesen Regeln müssen die Mitgliedstaaten nationale langfristige Strategien zur Unterstützung der Renovierung von Wohn- und Nichtwohngebäuden ausarbeiten. Ziel ist, dass Gebäude in der EU bis 2050 kaum noch Energie verbrauchen.

Darüber hinaus wurden 2017 die Energielabels für Haushaltsgeräte, wie Lampen, Fernseher und Staubsauger, überarbeitet, um es für Verbraucher einfacher zu machen, die Energieeffizienz der Geräte zu vergleichen.


Kontrollmechanismus


Die EU-Abgeordneten billigten auch neue Regeln für das sogenannte "Governance-System der Energieunion". Es handelt sich dabei um einen Kontrollmechanismus, um die Fortschritte der Länder im Hinblick auf die Energie- und Klimaziele der EU für 2030 zu überwachen und ein Instrument der Zusammenarbeit, um die Lücke zu schließen, falls ein Mitgliedstaat zurückfällt.


Nächste Schritte


Die drei Gesetze für saubere Energie traten am 24. Dezember 2018 in Kraft. Die Mitgliedstaaten müssen die neuen Richtlinien zu erneuerbaren Energien und Energieeffizienz in nationales Recht umsetzen.

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