In den Weiten des Universums: so unterstützt die EU Weltraumprogramme 

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Die EU im Weltall - Infografik  

Erfahren Sie, wie die EU die Raumfahrtindustrie finanziert und wo Weltraumtechnologien zum Einsatz kommen.

Am 10. November billigten das Parlament, der Rat und die Kommission Pläne zur Aufstellung des Weltraumprogramms der Union 2021–27 und der EU-Agentur für das Weltraumprogramm. Im April 2021 hat das Parlament das 14,8 Mrd. Euro schwere Weltraumprogramm gebilligt. Es bündelt alle weltraumbezogenen Tätigkeiten und deckt Galileo, Copernicus und die Weltraumlageerfassung ab.

Ein ambitioniertes Budget sei für den Erfolg des Weltraumprogramms der Union von entscheidender Bedeutung, erklärte Salini, italienisches Mitglied der PPE-Fraktion. „Aus einer soliden Verbindung zwischen den Weltraum- und Verkehrstechnologien ergeben sich auf weltweiter wie auch auf europäischer Ebene zahlreiche Vorteile“. Galileo beispielsweise erbringt rund um die Uhr operative Dienste für fast 1,3 Mrd. Nutzer. „Zum Beispiel werden durch ein effizienteres Verkehrsmanagement die Emissionen reduziert und damit ein Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels geleistet, durch den verstärkten Einsatz von Drohnen werden Liefer- und Postdienste aufgewertet und durch eine bessere Flugwegverfolgung werden die Anzahl der Flugausfälle und die Lärmbelästigung reduziert.“


Weltraumtechnologien sind für eine Reihe wichtiger Dienste, von denen die Europäer abhängig sind, unverzichtbar und können eine entscheidende Rolle bei der wirksamen Bewältigung neuer Herausforderungen wie Klimawandel, Grenzkontrollen und Sicherheit der EU-Bürger spielen. Allerdings verfügt kein EU-Land über die Kapazitäten, um im Alleingang den Weltraum zu erkunden. Der Weltraumsektor sei auch für die Förderung der strategischen Autonomie der EU und für die Förderung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie von grundlegender Bedeutung, so Salini. „In einem Umfeld, in dem traditionelle Weltraummächte sehr aktiv bleiben und gleichzeitig neue Akteure auftauchen und die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Weltraumsektors zunehmend auf die Probe stellen, ist dies von großer Bedeutung.“


Dieser Artikel wurde ursprünglich im Jahr 2018 veröffentlicht und im April 2021 aktualisiert

Start von Sentinel-2B auf einer Vega-Rakete vom europäischen Weltraumbahnhof in Französisch-Guayana ©ESA–Stephane Corvaja, 2017