LUX-Filmpreis-Finalisten: Demnächst im Kino in Ihrer Nähe 

 
 

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Die Finalisten sind eine Doku über einen mysteriösen Polit-Mord, ein Thriller über Macht und Korruption und die Geschichte einer Antiheldin, die patriarchalische Traditionen in Frage stellt.

Die drei Filme, die sich noch im Rennen um den LUX-Filmpreis 2019 des Europäischen Parlaments befinden, werden während der LUX-Filmtage in Kinos in ganz Europa gezeigt.


"Wer tötete Dag Hammarskjöld?", "The Realm" und "Gott existiert, ihr Name ist Petrunya" sind Filme unterschiedlicher Genres, doch sie haben eines gemein: Sie sind europäische Produktionen und die Geschichten ihrer Hauptfiguren inspirieren uns dazu, über Politik, Werte und Traditionen nachzudenken und unsere Anschauungen zu hinterfragen.

Im Rahmen der LUX-Filmtage von Oktober bis Februar können Sie die Filme entdecken und für Ihren Favoriten stimmen.


LUX-Filmtage


Von Oktober 2019 bis Februar 2020 können Filmfans die drei Finalistenfilme während der LUX-Filmtage auf Filmfestivals oder in Kinos in allen EU-Ländern sehen. In mehr als 50 Städten, einschließlich großer Filmfestivals, sind Vorführungen geplant. Das Europäische Parlament kommt für die Untertitelung in allen 24 EU-Amtssprachen auf.

Erfahren Sie hier, wann die kostenlosen Filmvorführungen in Ihrem Land stattfinden.

Außerdem können Sie bis 31. Januar Ihre Stimme für Ihren Favoriten abgeben und mit ein wenig Glück eine Reise zum Internationalen Filmfestival Karlovy Vary in Tschechien gewinnen, um dort im Juli 2020 persönlich den Gewinner des Publikumspreises zu verkünden.


Spezielle Events


Drei parallele Filmvorführungen, bei denen die Filme gleichzeitig an verschiedenen Orten in Europa gezeigt werden, bieten Ihnen die Möglichkeit, mit den Regisseuren über ihre Werke zu diskutieren. Die Regisseure werden in Brüssel an diesen besonderen Events teilnehmen. Sie können jedoch auch von Zuhause aus online mitmachen und Ihre Fragen auf Twitter oder Facebook posten.


  • Mittwoch, 6. November: Diskussion mit Regisseurin Teona Mitevska nach der Vorführung von "Gott existiert, ihr Name ist Petrunya"
  • Donnerstag, 7. November: Diskussion mit Regisseur Rodrigo Sorogoyen nach der Vorführung von "The Realm"
  • Freitag, 8. November: Diskussion mit Regisseur Mads Brügger nach der Vorführung von "Wer tötete Dag Hammarskjöld?"

Die Filmvorführungen beginnen jeweils um 20 Uhr.


Die drei Finalisten


"Wer tötete Dag Hammarskjöld?" von Mads Brügger (Koproduktion: Dänemark/Norwegen/Schweden/Belgien/Vereinigtes Königreich/Deutschland)


Dag Hammarskjöld starb 1961 bei einem mysteriösen Flugzeugabsturz auf dem Weg zu Waffenstillstandsverhandlungen zur Lösung eines Konflikts in der kongolesischen Provinz Katanga, bei dem entscheidende Wirtschaftsinteressen auf dem Spiel standen. Der schwedische UN-Generalsekretär war ein fortschrittlicher Politiker, der verhindern wollte, dass westliche Länder wie das Vereinigte Königreich oder Frankreich nach der Unabhängigkeit der Kolonien wieder ihren Einfluss in Afrika ausüben. Schritt für Schritt bringt Mads Brüggers Dokumentarfilm Licht in das Dunkel. Bereits zum dritten Mal in der Geschichte des LUX-Filmpreises befindet sich eine Dokumentation unter den drei Finalisten.


"Gott existiert, ihr Name ist Petrunya" von Teona Strugar Mitevska (Koproduktion: Nordmazedonien/Belgien/Slowenien/Kroatien/Frankreich)


Was geschieht, wenn eine Frau an einem Rennen teilnimmt, das traditionell Männern vorbehalten ist, und es schafft, ein heiliges Kreuz zu ergattern, das ein orthodoxer Priester in einen Fluss wirft? Petrunya tut genau das und zieht somit den Zorn der Männer als auch des Priesters auf sich, der die Polizei in den Fall involviert. Obwohl sie anfangs keine Feministin ist, weigert sich Petrunya, den Forderungen nach Rückgabe des Kreuzes nachzukommen und kämpft für Gleichberechtigung. "Warum habe ich nicht das Recht auf ein Jahr Glück?", fragt sie unter Bezugnahme auf den "Preis" für den Gewinner des Wettbewerbs.


"The Realm" von Rodrigo Sorogoyen (Koproduktion: Spanien/Frankreich)


Wie weit geht jemand, um an der Macht zu bleiben? Dieser adrenalingeladene Thriller beschäftigt sich mit politischer Korruption. Er erzählt die Geschichte vom Untergang eines erfolgreichen Politikers und seiner Macht, die für immer Bestand haben sollte. Machen Sie sich bereit für bittere Argumentationen, spannende Verfolgungsjagden und Zusammenstöße mit einer Presse, die Fragen stellt.


Wie wird der Gewinner ausgewählt?

 

Die EU-Abgeordneten entscheiden darüber, welcher Film mit dem LUX-Filmpreis ausgezeichnet werden soll. Die Preisverleihung findet am 27. November während der Plenartagung in Straßburg statt.


Über den LUX-Filmpreis


Das Europäische Parlament vergibt jedes Jahr den LUX-Filmpreis mit dem Ziel, die Produktion und Verbreitung europäischer Filme zu unterstützen, die Reflexion über aktuelle politische und soziale Fragen anzuregen und die europäische Kultur zu feiern.