Das Europa von morgen bauen: EU ebnet den Weg für die Konferenz zur Zukunft Europas (Video) 

 
 

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Die Präsidenten des Europäischen Parlaments und des Rates der EU und die Präsidentin der EU-Kommission haben eine gemeinsame Erklärung zur Konferenz zur Zukunft Europas unterzeichnet.

Parlamentspräsident David Sassoli, der portugiesische Premierminister António Costa im Namen des Rates der EU und Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen unterzeichneten die Erklärung in einer Zeremonie am 10. März im Plenarsaal des Parlaments in Brüssel.


Die Konferenz zur Zukunft Europas zielt darauf ab, den Bürgern eine größere Rolle bei der Gestaltung der zukünftigen Politik und der Ziele der EU zu geben. Sie wird viele Veranstaltungen und Debatten in der gesamten EU beinhalten und den Menschen die Möglichkeit geben, über eine mehrsprachige digitale Plattform mitzureden.


"Die Erwartungen der EU-Bürgerinnen und Bürger sind stärker denn je. Es ist von entscheidender Bedeutung, Europa weiterhin die richtigen Instrumente an die Hand zu geben, um diesen Erwartungen, diesen Forderungen nach Solidarität gerecht zu werden", sagte Präsident Sassoli. "Dies ist eine Gelegenheit, die Seele des europäischen Projekts wiederzuentdecken. Wir laden alle europäischen Bürgerinnen und Bürger ein, sich an der Konferenz zu beteiligen und das Europa von morgen zu bauen, damit es "ihr Europa" werden kann".


"Wir sind uns bewusst, dass wir nicht alle die gleiche Vision für die Zukunft Europas haben", sagte Costa. "Genau deshalb wird die Konferenz zur Zukunft Europas ein entscheidender Zeitpunkt sein, damit wir ohne Tabus darüber diskutieren und unsere unterschiedlichen Visionen zusammenbringen können. Nur so können wir Unterschiede überwinden und das stärken, was uns zusammenhält."


"Gerade in Zeiten der Krise sehen wir, wo Europa für die Menschen funktioniert und wo wir besser werden müssen", sagte Kommissionspräsidentin von der Leyen. "Diese Konferenz muss über Brüssel und die nationalen Hauptstädte hinausgehen. Wir wollen von den europäischen Bürgerinnen und Bürgern hören, in ihrer ganzen Vielfalt – von jungen und alten Menschen, von Stadtbewohnern und Landbewohnern, von Erasmus-Studierenden bis hin zu denen, die auf die Straße gehen um zu demonstrieren, und auch von denen, die Zweifel haben, ob die Schaffung einer immer engeren Union der richtige Weg ist."


In einer Umfrage, die Ende 2020 durchgeführt wurde, haben drei Viertel der Befragten angegeben, dass sie davon ausgehen, dass die Konferenz positive Auswirkungen auf die Demokratie in der EU haben wird. Die Hälfte der Befragten äußerte den Wunsch, sich selbst in der Konferenz zu engagieren.



Dieser Artikel wurde am 10. März 2021 veröffentlicht und am 11. März 2021 ergänzt.

(Von links) António Costa, David Sassoli und Ursula von der Leyen während der Zeremonie