Konferenz zur Zukunft Europas: Worum geht es und wie wird sie funktionieren? 

 
 

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Die Konferenz zur Zukunft Europas gibt den Europäerinnen und Europäern die Möglichkeit zu beeinflussen, in welche Richtung sich die EU entwickelt. Erfahren Sie mehr.

Die Konferenz zur Zukunft Europas  

In einer Welt, die gegen eine Pandemie kämpft und nach Lösungen für langfristige Herausforderungen wie den Klimawandel sucht, ist es erforderlich, dass die EU in einen offenen, demokratischen Dialog mit ihren Bürgerinnen und Bürgern tritt, um zu diskutieren, auf welche Themen sie sich fokussieren sollte.


Ein inklusiver, demokratischer Prozess


Eine kürzlich durchgeführte Eurobarometer-Umfrage hat ergeben, dass 92 Prozent der Europäerinnen und Europäer sich wünschen, dass die Stimmen der Bürgerinnen und Bürger bei Entscheidungen über die Zukunft Europas stärker berücksichtigt werden. Die Konferenz hat das Ziel, diesem Wunsch nachzukommen.


Das Europäische Parlament, die Kommission und der Rat laden alle Europäerinnen und Europäer ein, ihre Ideen dazu zu teilen, wie sich Europa entwickeln sollte, welche Prioritäten gesetzt werden sollten und wie sich die EU auf die Zeit nach der Pandemie vorbereiten sollte. Die Institutionen wollen eine breit angelegte Konsultation mit möglichst vielen, insbesondere jungen, Menschen durchführen.


Die Konferenz wird mehr sein als eine Zuhör-Übung. Die Beiträge der Bürgerinnen und Bürger werden auf einer Online-Plattform gesammelt und fließen in Debatten mit Europaabgeordneten, nationalen Abgeordneten, Regierungs- und EU-Vertreterinnen und -vertretern sowie anderen Interessengruppen ein. Diese Debatten werden die Grundlage für politische Vorschläge sein, die dann zu konkreten EU-Maßnahmen entwickelt werden. Parlament, Kommission und Rat haben zugesagt, den Bürgerinnen und Bürgern zuzuhören und die Ergebnisse der Konferenz weiterzuverfolgen.


Alle Europäerinnen und Europäer sind willkommen, an diesem Prozess teilzunehmen, unabhängig von Alter, Geschlecht, Bildung oder beruflichem Hintergrund. Das Parlament möchte insbesondere die aktive Beteiligung junger Menschen sicherstellen und wird sein jährliches Europäisches Jugendevent (EYE) im Oktober 2021 nutzen, um deren Visionen zur Zukunft Europas zu sammeln.


Wie wird die Konferenz funktionieren?


Die digitale Plattform der Konferenz wurde am 19. April gestartet. Sie ermöglicht es den Menschen, Ideen online zu teilen und zu diskutieren sowie Veranstaltungen in der ganzen EU vorzubereiten, sofern dies die Corona-Bedingungen erlauben. Diese Veranstaltungen werden als weitere Quelle für Ideen zur Veränderung dienen. Die Mitgliedstaaten werden ebenfalls bürgerorientierte Veranstaltungen organisieren.


Nach dem kommenden Sommer werden sich europäische Bürgerpanels, die Menschen aus verschiedenen Bereichen des Lebens zusammenbringen, mit den vorgebrachten Ideen befassen. Es wird vier Bürgerforen mit jeweils 200 Mitgliedern geben, die sich mit verschiedenen Themen beschäftigen:

  • Europäische Demokratie und Werte, Rechte, Rechtsstaatlichkeit und Sicherheit
  • Klimawandel, Umwelt und Gesundheit
  • Stärkere Wirtschaft, soziale Gerechtigkeit, Arbeitsplätze, Bildung, Jugend, Kultur, Sport und digitale Transformation
  • Die EU in der Welt und Migration

Jedes der Bürgerforen wird mindestens dreimal tagen und kann seine Prioritäten frei festlegen. Die Empfehlungen der Foren werden der Plenarversammlung der Konferenz vorgelegt.


Die Plenarversammlung der Konferenz spielt eine zentrale Rolle, da dort Vertreterinnen und Vertreter der EU-Institutionen, der Regierungen und der Zivilgesellschaft mit Bürgerinnen und Bürgern zusammenkommen, um zu diskutieren und Vorschläge für Veränderungen zu entwickeln. Das Europäische Parlament setzte sich für ein politisch starkes Plenum mit vielen gewählten Vertreterinnen und Vertretern sowie für eine starke Rolle der Bürgerinnen und Bürger ein.

Die Plenarversammlung der Konferenz  

Die Eröffnungs-Plenarversammlung findet mit Fern- und Präsenzbeteiligung am 19. Juni in Straßburg statt. Weitere Sitzungen werden im Herbst und im Winter folgen, um die Vorschläge aus den Bürgerforen zu diskutieren.


Finden Sie heraus, wer die Vertreterinnen und Vertreter des Europäischen Parlaments in der Plenarversammlung der Konferenz sind.


Der Exekutivausschuss ist für den Ablauf der Konferenz verantwortlich. Er besteht aus Vertreterinnen und Vertretern des Europäischen Parlaments, des Rates und der Kommission sowie aus Beobachterinnen und Beobachtern.


Was wird bei der Konferenz herauskommen?


Das Ergebnis wird von den Vorschlägen der Bürgerinnen und Bürger und den anschließenden Debatten abhängen.


Der Abschlussbericht wird auf der Grundlage der von der Plenarversammlung genehmigten Vorschläge vom Exekutivausschuss erstellt. Der Bericht wird in voller Zusammenarbeit mit der Plenarversammlung erstellt und muss von dieser genehmigt werden. Anschließend wird er dem Europäischen Parlament, dem Rat und der Kommission zur Weiterverfolgung vorgelegt.


Das Parlament hat betont, dass die Konferenz einen echten Einfluss auf den Aufbau und die Handlungen der EU haben sollte, um sicherzustellen, dass die Stimmen und Anliegen der Menschen im Mittelpunkt der Politik und der Entscheidungen der EU stehen.