Corona: Förderung der EU-Krisenreaktionsfähigkeit 

Aktualisiert am: 
 
Erstellt am:   
 

Diese Seite teilen: 

Die EU verstärkt ihr Katastrophenschutzverfahren, damit sie besser auf Notsituationen, einschließlich Gesundheitskrisen wie Covid-19, reagieren kann.

Das EU-Katastrophenschutzverfahren unterstützt die Mitgliedstaaten dabei, auf Notfälle und Katastrophen zu reagieren. Es wurde bereits genutzt, um bei Erdbeben, Bränden und Überschwemmungen zu helfen und die notwendige medizinische Ausrüstung zur Corona-Bekämpfung zu beschaffen.


Zeitleiste: Was die EU tut, um die Corona-Krise zu bewältigen


In einer Abstimmung am 27. April 2021 einigte sich das Europäische Parlament mit dem Rat darauf, 3,319 Milliarden Euro aus dem langfristigen Haushalt für de Jahre 2021 2027 und der Aubau- und Resilienzfazilität  für das Katastrophenschutzverfahren bereitzustellen. Um die Hilfe schneller einsetzen zu können, wird die Kommission in der Lage sein, im Rahmen der Notall-Reservekapazität "RescEU" direkt Ressourcen zu beschaffen. Das Parlament sorgte auch dafür, dass ausreichende Mittel für Prävention, Vorsorge und Reaktion vorhanden sind.

Das EU-Katastrophenschutzverfahren rettet Leben

Seit das EU-Verfahren im Jahre 2001 als kooperatives System der gegenseitigen Hilfe geschaffen wurde, wurde es bereits mehr als 420 Mal aktiviert, um auf Naturkatastrophen und von Menschen verursachte Katastrophen innerhalb und außerhalb der EU zu reagieren - wie beispielsweise Waldbrände, Flutkatastrophen, Meeresverschmutzung, Erdbeben, Hurrikans, Industrieunfälle und Krisenfälle, einschließlich Krisensituationen im Bereich der öffentlichen Gesundheit.


So wurde während des aktuellen Ausbruchs des Coronavirus das Verfahren genutzt, um die nationalen Gesundheitssysteme zu unterstützen, indem medizinische Notfallausrüstung und Schutzmaterial ausgeliefert wurden.


Zudem konnten über 90.000 weltweit gestrandete EU-Bürger nach Hause gebracht werden.

EU-koordinierte Hilfe im Falle von Katastrophen  

Erweiterung verfügbarer Notfallkapazitäten

Wird ein Mitgliedstaat von einer unvorhersehbaren Katastrophe getroffen, kann er auf das Katastrophenschutzverfahren zurückgreifen, um Hilfe anzufordern. Die EU-Kommission koordiniert die Hilfsmaßnahmen und übernimmt mindestens 75 Prozent der Transport- und Betriebskosten.


Im Jahr 2019 richtete die EU eine zusätzliche europäische Reservekapazität für Notfälle ("RescEU") ein – für den Fall, dass die von den Mitgliedstaaten bereitgestellten Ressourcen nicht ausreichen.


Anlässlich des Ausbruchs des Coronavirus Mitte März 2020 wurde auch eine Reserve an Medikamenten über "RescEU" eingerichtet, um von Engpässen betroffenen Mitgliedstaaten zu helfen. Die vom Parlament unterstützten neuen Regeln sehen vor, dass die EU bis zu 100 % der für den Einsatz der "RescEU"-Kapazität erforderlichen Mittel tragen kann.