Coronavirus: Praktische Ratschläge für sicheres Reisen  

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Nach Monaten des Lockdowns ist der Tourismus langsam wieder angelaufen. Was empfiehlt die EU, um sicheres Reisen zu ermöglichen?

Im Zuge der schrittweisen Aufhebung der Ausgangsbeschränkungen in den EU-Ländern können die Europäer dieses Jahr möglicherweise in den Sommerurlaub reisen.

Während Reisende Vorsichtsmaßnahmen ergreifen sowie die Gesundheits- und Sicherheitsanweisungen der nationalen Behörden befolgen müssen, hat die Europäische Kommission Leitlinien und Empfehlungen vorgelegt, um die Mitgliedstaaten dabei zu unterstützen, die sichere Aufhebung von Reisebeschränkungen untereinander zu koordinieren.


Aktuelle Reiseinformationen und Updates zu Sicherheitsmaßnahmen findet man auf der neuen Website "Re-open EU".

10 Empfehlungen der Kommission für sicheres Reisen in Corona-Zeiten  
  • Tickets sollten, wenn möglich, online gekauft werden und man auch online einchecken, um Warteschlangen zu vermeiden. 
  • Bei Gepäckabgabe und -abholung, Sicherheitskontrollen und Boarding sind Abstandsregeln einzuhalten. 
  • Es können weniger Fahrgäste an Bord zugelassen werden. Fahrgäste, die nicht im selben Haushalt leben, können aufgefordert werden, mit Abstand voneinander zu sitzen. 
  • Wenn die Kontaktvermeidung schwieriger zu gewährleisten ist, sollten zusätzliche Schutzmaßnahmen ergriffen werden, z.B. das Tragen von Gesichtsmasken. 
  • Snacks, Getränke und andere Waren sind möglicherweise nicht an Bord erhältlich. 
  • Verkehrsunternehmen können Schutzbarrieren installieren – z. B. zwischen Fahrgästen und Fahrern. Möglicherweise muss man durch die Hintertür einsteigen. 
  • Fahrer sollten die Türen an jedem Halt automatisch öffnen, so dass Fahrgäste keine Knöpfe oder Griffe berühren müssen. 
  • Bahnhöfe, Häfen und Flughäfen sollten eine regelmäßige Reinigung und Desinfektion gewährleisten und – auch an Bord – Desinfektionsmittel bereitgestellt werden. 
  • Bei allen Transportmitteln sollte eine angemessene Belüftung gewährleistet werden. 
  • Im Falle von Stornierungen können Passagiere zwischen Erstattung und anderweitiger Beförderung wählen. Wenn das Transportunternehmen einen Gutschein anbietet, haben Fahrgäste trotzdem das Recht, eine Erstattung zu verlangen. 

Seit März fordert das Parlament einen koordinierten EU-Ansatz zur Überwindung der Krise im Tourismussektor.

Am 19. Juni hat das Parlament eine Entschließung zu Verkehr und Tourismus im Jahr 2020 angenommen, in der mehr Maßnahmen zur Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen sowie eine eigene Haushaltslinie gefordert werden. Die Abgeordneten sehen die Krise als Chance, den Tourismus in der EU nachhaltiger zu gestalten.

Mehr darüber, was die EU zur Bekämpfung des Coronavirus unternimmt

Wie sicher sind Hotelaufenthalte?


Gäste in Hotels und anderen Unterkünften sollten Abstandsregeln einhalten, wenn sie sich in Gemeinschaftsräumen aufhalten, sowie Infektionsschutzmaßnahmen befolgen. (Bei Husten oder Niesen Mund und Nase mit Papiertaschentuch oder Armbeuge bedecken, Händewaschen, Tragen von Gesichtsmasken.)


Tourismuseinrichtungen sollten Gästen vor ihrer Ankunft klare Informationen und Orientierungshilfen zur Verfügung stellen und über einen Aktionsplan mit Maßnahmen verfügen, die im Fall einer Infektion zu ergreifen sind. Außerdem sollten häufig berührte Oberflächen regelmäßig gereinigt und desinfiziert und gute Belüftungssysteme gewährleistet werden. Das Hotelpersonal sollte in Verfahren geschult werden, die alle relevanten Aspekte der Infektionsprävention und -eindämmung betreffen.

Mehr: Zeitleiste der EU-Maßnahmen gegen Covid-19