Europawahl 2019: Höchste Wahlbeteiligung seit 20 Jahren 

 
 

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Nach der Europawahl 2019 wurden die Fraktionen gebildet. Nun steht die Entscheidung über den Vorsitz der Europäischen Kommission auf dem Programm.

Sitzverteilung im Europäischen Parlament (Konstituierende Sitzung) 

Wahlbeteiligung

Über 50 Prozent der wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger nahmen an dieser Europawahl teil. Dies ist die höchste Wahlbeteiligung seit 20 Jahren. Die Wahlbeteiligung ist seit den ersten Direktwahlen zum Europäischen Parlament im Jahr 1979 erstmals wieder gestiegen.

Die Wahlbeteiligung nahm in insgesamt 21 EU-Ländern zu. In sieben Ländern sogar um mehr als 10 Prozentpunkte.

Erfahren Sie mehr in unserem Europawahl-Blog.


Wahlergebnisse

Mehr Informationen zu den Ergebnissen finden Sie auf unserer Website mit den Europawahlergebnissen.

Fraktionen

Nach der Europawahl entscheiden die neu gewählten EU-Abgeordneten, welcher Fraktion sie beitreten bzw. welche neue Fraktionen sie bilden. Die einzelnen Fraktionen umfassen Abgeordnete mit ähnlicher politischer Orientierung aus verschiedenen Mitgliedstaaten. Sieben Fraktionen wurden gebildet.

Die Fraktionen genießen bestimmte Vorteile wie mehr Einfluss sowie Redezeit, müssen jedoch bestimmte Anforderungen erfüllen. Um eine Fraktion zu bilden, müssen sich mindestens 25 Abgeordnete aus wenigstens einem Viertel der Mitgliedstaten (derzeit also sieben) zusammenschließen.

Mehr Informationen entnehmen sie den FAQ

Spitzenkandidatinnen und Spitzenkandidaten

Die politischen Parteien haben im Vorfeld der Europawahl Kandidatinnen und Kandidaten für das Amt des Kommissionspräsidenten vorgeschlagen. Die vom Europäischen Rat benannte Spitzenkandidatin bzw. der Spitzenkandidat, die bzw. der über eine Mehrheit im Parlament verfügt, wird in einer Abstimmung des Parlaments zur neuen Kommissionspräsidentin bzw. zum Kommissionspräsidenten gewählt.

Das sogenannte Spitzenkandidaten-Verfahren wurde erstmals 2014 bei der Wahl des derzeitigen Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker angewendet.

Auf der Grundlage der Wahlergebnisse werden die Spitzenkandidatinnen und Spitzenkandidaten nun versuchen, eine Mehrheit im Parlament zu finden.