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Die Unionsbürger haben das Europäische Parlament gewählt. Nun werden die Abgeordneten in einer Reihe von Anhörungen die designierten Kommissionsmitglieder prüfen.

Ausübung der Demokratie

Mehr als 200 000 000 EU-Bürger nahmen an der Europawahl im Mai 2019 teil und erteilten damit dem Europäischen Parlament ein starkes Mandat. Die Wahlen waren der erste Schritt im Prozess der Neubesetzung der EU-Spitzenposten.

Am 1. November soll die neue Europäische Kommission ihre Arbeit aufnehmen. Zuvor muss das Europäische Parlament die gesamte Kommission in einer Plenarabstimmung billigen. Bevor die EU-Abgeordneten jedoch diese Entscheidung treffen und der Kommission die erforderliche Legitimität verleihen, werden sie mit allen designierten Kommissionsmitgliedern zusammentreffen und ihre Eignung in einer Reihe von öffentlichen Anhörungen prüfen.

In unserer Infografik erfahren Sie mehr über das Verfahren.

Infografik: Wie wird die Europäische Kommission gewählt?  

Wird die Kommission liefern?

In den Anhörungen können die EU-Abgeordneten die Kompetenzen und Fähigkeiten der designierten Kommissionsmitglieder bewerten. Sie werden dabei nicht nur die persönlichen Qualitäten der Kandidaten prüfen, sondern auch, ob sie Vorschläge haben, wie in den Fachbereichen, für die sie nominiert wurden, konkrete Ergebnisse für die Europäer erzielt werden können.

Frühere Anhörungen haben gezeigt, dass die Kandidaten nicht sicher sein können, ob sie die notwendige Genehmigung erhalten. Im Jahr 2014 konnte die slowenische Kandidatin Alenka Bratušek die Abgeordneten nicht überzeugen und wurde durch eine neue Kandidatin ersetzt. 2010 zog die bulgarische Kandidatin Rumiana Jeleva ihre Kandidatur nach einer schwierigen Anhörung im Parlament zurück.

Die Anhörungen sollen Ende September 2019 beginnen.

Verfolgen Sie das Verfahren auf unserer Website zu den Anhörungen.