Internationaler Tag gegen Homophobie am 17. Mai  

 
 

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Das EU-Parlament kämpft gegen die Diskriminierung von Homosexuellen ©www.flickr.com/esdanitoff  

Seit Jahrzehnten kämpfen Lesben, Schwule, Bi- und Transsexuelle weltweit für ihre Grundrechte. In vielen Ländern werden sie noch immer mit Geldbußen und langen Haftstrafen verfolgt. In einigen afrikanischen und arabischen Staaten sind sie gar von der Todesstrafe bedroht. Der Internationale Tag gegen Homophobie prangert diese Diskriminierung an.

Am 17. Mai 1990 erklärte die Generalversammlung der Weltgesundheitsorganisation WHO erstmals, dass Homosexualität keine Krankheit, Störung oder Perversion ist. Bis dahin hatte sie Homosexualität als geistige Behinderung eingestuft. Der Internationale Tag gegen Homophobie erinnert seit 2005 jährlich an dieses Datum.


EU-Parlamentspräsident Jerzy Buzek eröffnete aus diesem Anlass eine Fotoausstellung zu den Gay Pride-Paraden in Europa, die vom 9. bis 12. Mai im EU-Parlament in Straßburg gezeigt wurde.


Diskriminierung von Homosexuellen, Bisexuellen und Transsexuellen "ist beklagenswert, da sie darauf abzielt, Menschen schlecht zu machen und ihnen Rechte vorzuenthalten auf Basis ihrer sexuellen Orientierung", erklärte Buzek.


Die Situation in Europa


Die Europäische Union verpflichtet sich in ihren Verträgen und ihrer Grundrechtscharta dazu, Homophobie zu bekämpfen. In den meisten EU-Mitgliedstaaten sind gleichgeschlechtliche Ehen oder eingetragene Partnerschaften aber nach wie vor nicht anerkannt. Homosexuelle Paare haben hier Schwierigkeiten bei der Anerkennung ihrer Rechte.


Das Europäische Parlament verurteilt diese Diskriminierung. Die Abgeordneten wollen, dass "zukünftige Generationen in Europa an eine Kultur der Offenheit, Nichtdiskriminierung und Toleranz gewöhnt sind", sagte Buzek. Er hofft, "dass es dann in Zukunft keinen Tag gegen Homophobie mehr geben muss".