EU-Parlament setzt sich gegen Genitalverstümmelung ein 

 
 

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Eine Frau in Abidjan prangert die Verstümmelung von weiblichen Genitalien an. In Côte d'Ivoire werden viele Mädchen beschnitten © BELGA_AFP/KAMBOU SIA  

"Null Toleranz gegen weibliche Genitalverstümmelung" das Motto des 6. Februars soll auf das Schicksal vieler Frauen und Mädchen, die beschnitten wurden, aufmerksam machen. In Europa leiden 500.000 Frauen und Mädchen unter den physischen und psychologischen Konsequenzen. Genitalverstümmelung ist eine ernstzunehmende Verletzung der Menschenrechte. Das Plenum diskutiert am Dienstag (10.2.) mit der Kommission, wie weibliche Genitalverstümmelung besser bekämpft werden kann.

Zu weiblicher Genitalverstümmelung zählen alle Praktiken, die die weiblichen Genitalien aus nicht-medizinischen Gründen verändern oder verletzen. In den meisten Fällen werden Mädchen bis 15 Jahren beschnitten.


140 Millionen Frauen und Mädchen in der Welt wurden aus kulturellen, religiösen oder sozialen Gründen beschnitten - die meisten in Afrika oder dem Nahen Osten.


Betroffene Frauen und Mädchen in der EU


Mindestens 500.00 Frauen in der EU leiden unter den Folgen der Genitalverstümmelung. 180.000 Mädchen sind gefährdet während einem Aufenthalt in einem Land, in dem diese Praxis gängig ist, beschnitten zu werden.


In der EU suchen jedes Jahr suchen Tausende Frauen und Mädchen Asyl.


Mehr Neuigkeiten aus dem Europäischen Parlament erfahren Sie hier


2014 verabschiedete das EU-Parlament eine Entschließung, die die Kommission und die Mitgliedstaaten zu mehr Einsatz gegen weibliche Genitalverstümmelung aufruft.


Während einer Plenardebatte diskutieren die EU-Abgeordneten mit der Kommission Maßnahmen, um die Mitgliedstaaten bei der Umsetzung von Gesetzen, die die weibliche Genitalverstümmelung verbieten, zu unterstützen.

Verfolgen Sie die Debatte im Live-Stream am Dienstag ab 15 Uhr.