Reduktion von CO2-Emissionen: EU-Klimaziele und Maßnahmen  

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Das EP engagiert sich für den Klimaschutz ©AP Images/European Union-EP  

Welche Maßnahmen ergreift die EU, um ihre CO2-Emissionsreduktionsziele in verschiedenen Sektoren zu erreichen? Das tut die EU zur Bekämpfung des Klimawandels.

Die EU hat sich dazu verpflichtet, bis 2050 klimaneutral zu werden, um dem Klimawandel entgegenzuwirken. Ihr 2050-Klimaneutralitätsziel sowie ein aktualisiertes Zwischenziel zur Emissionsverringerung bis 2030 werden rechtlich bindend, wenn das Europäische Parlament und der Rat eine Einigung über das neue europäische Klimagesetz erzielen.


Das EU-Klimagesetz ist Teil des europäischen Grünen Deals, Europas Fahrplan zur Klimaneutralität. Am 7. Oktober 2020 hat das Parlament seinen Standpunkt zu den neuen Klimaschutzvorschriften angenommen. Es hatte sich bereits zuvor für ehrgeizigere EU-Klimaziele starkgemacht. Die EU-Abgeordneten fordern eine Verschärfung des 2030-EU-Emissionsreduktionsziels auf 60 Prozent im Vergleich zu 1990 – bislang gilt ein Ziel von 40 Prozent. Außerdem sollten alle EU-Länder bis 2050 klimaneutral werden, so das Parlament.


Unsere Infografik zeigt, welche Fortschritte die EU bei der Erreichung ihrer Klimaziele erzielt.


Die EU hat zur Umsetzung ihrer Klimaziele bereits eine Reihe ambitionierter Rechtsvorschriften auf den Weg gebracht.

Das EU-Emissionshandelssystem für die Industrie


Das Emissionshandelssystem der EU (EU-EHS) zielt darauf ab, die CO2-Emissionen der Industrie zu reduzieren, indem Unternehmen dazu verpflichtet werden, für jede emittierte Tonne CO2 eine Berechtigung (in Form von Emissionszertifikaten) zu besitzen. Unternehmen müssen diese Zertifikate über Auktionen kaufen. So werden Anreize geschaffen, um Innovationen im Industriesektor anzukurbeln.


Der EU-Emissionshandel ist der weltweit erste bedeutende und bislang größte Kohlenstoffmarkt. Er reguliert rund 40 Prozent des gesamten Treibhausgasausstoßes und deckt rund 11.000 Kraftwerke und industrielle Fertigungsanlagen in der EU ab. Ziel ist eine Emissionsreduktion um 43 Prozent im Vergleich zum Jahr 2005.


Mehr über die Reform des EU-Emissionshandelssystems

Wie man den Treibhausgasausstoß anderer Verursachergruppen senken will


Sektoren, die nicht vom EU-Emissionshandel abgedeckt werden, etwa Verkehr, Landwirtschaft, Gebäude und Abfallwirtschaft, sind für rund 60 Prozent der Gesamtemissionen in der EU verantwortlich. Emissionen der sogenannten Nicht-EHS-Sektoren sollen bis 2030 um 30 Prozent gegenüber 2005 gesenkt werden.


Dies geschieht über vereinbarte nationale Emissionsziele, die auf Basis des jeweiligen Bruttoinlandsprodukts (BIP) pro Kopf errechnet werden. Einkommensschwächere EU-Länder werden unterstützt.


Mehr über die nationalen Ziele der Mitgliedstaaten

Aufforstung gegen den Klimawandel


Die Wälder der EU absorbieren pro Jahr das Äquivalent von 8,9 Prozent der gesamten EU-Treibhausgasemissionen. Diese Kraft will die EU gegen den Klimawandel einsetzen.


Neue Gesetze zielen darauf ab, Emissionen zu vermeiden, die durch Abholzung entstehen. Jedes EU-Land wird verpflichtet, Landnutzungsänderungen, die zu CO2-Emissionen führen, durch eine verbesserte Bewirtschaftung der Wälder oder durch Aufforstung zu kompensieren.


Unsere Infografik zeigt, wie die EU Wälder zum Klimaschutz nutzen will

Senkung von Fahrzeugemissionen


15 Prozent der CO2-Emissionen in der EU werden von Autos und Kleintransportern verursacht. Das Parlament billigte ein neues Gesetz zur Verschärfung der Emissionsvorschriften für Autos. Das Parlament fordert auch Maßnahmen, um den Umstieg auf Elektro- und Hybridfahrzeuge zu erleichtern.


Die wichtigsten Zahlen und Fakten zu Autoemissionen