Soziale Dimension der EU: Stärkung des Europäischen Sozialfonds 

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Der verbesserte Europäische Sozialfonds Plus konzentriert sich auf die Bekämpfung von Kinderarmut und Jugendarbeitslosigkeit in Europa. Erfahren Sie in unserem Video mehr dazu.

Am 8. Juni 2021 hat das Europäische Parlament neue Regelungen zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit und Armut in der EU verabschiedet. Der erneuerte und vereinfachte Europäische Sozialfonds, bekannt als Europäischer Sozialfonds Plus (ESF+), wird sich auf Kinder und Jugendliche fokussieren.

Mit einem Budget von 88 Milliarden Euro für den Zeitraum 2021 bis 2027 wird der Fonds den EU-Staaten helfen, Kindern Zugang zu kostenloser Bildung sowie angemessener Ernährung und Unterkunft zu ermöglichen. Er wird auch Investitionen in die Ausbildung arbeitsloser junger Menschen unterstützen.

Sozial- und Beschäftigungsfragen sind ein vorrangiges Anliegen der EU-Bürgerinnen und -Bürger. Der ESF+ wird die soziale Inklusion derjenigen fördern, die von Arbeitsplatz- und Einkommensverlusten betroffen sind, und den Bedürftigsten Nahrungsmittel und grundlegende Hilfe zur Verfügung stellen.

Was ist der Europäische Sozialfonds? 
  • Europas "ältestes" Finanzinstrument, um in Menschen zu investieren, die Beschäftigungsmöglichkeiten für Arbeitnehmer zu verbessern und ihren Lebensstandard anzuheben. 
  • Die EU verteilt die ESF-Mittel an Mitgliedstaaten und Regionen, um operationelle Programme und beschäftigungsbezogene Projekte zu finanzieren:  
  • Wie beispielsweise die Förderung eines arbeitsplatzintensiven Aufschwungs oder die Beseitigung von Bildungslücken, sowie von Armut und sozialer Ausgrenzung aufgrund der Wirtschaftskrise. 
  • Begünstigte sind in der Regel Einzelpersonen wie Arbeitnehmer, Jugendliche, Arbeitssuchende, wirtschaftlich benachteiligte Personen, aber auch Unternehmen und Organisationen. 

Flexibler, einfacher und effizienter


Der aktualisierte Europäische Sozialfonds+ führt eine Reihe bestehender Fonds und Programme und deren Ressourcen zusammen:

  • den Europäischen Sozialfonds (ESF) und die Beschäftigungsinitiative für junge Menschen;
  • den Europäischen Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen (EHAP) und

  • das EU-Programm für Beschäftigung und soziale Innovation (EaSI).


Der neue Fonds ermöglicht eine stärker integrierte und gezieltere Unterstützung bei sozialen und arbeitsmarktpolitischen Herausforderungen. Beispielsweise werden von Armut betroffene Menschen in den Sozialfonds Plus integriert, um eine bessere Mischung aus materieller Hilfe und umfassender sozialer Unterstützung zu erhalten.

Der Fonds soll zudem flexibler sein und durch einfachere Regeln den Zugang zu Finanzmitteln erleichtern.



Die Hauptprioritäten des Fonds


Der ESF+ soll in drei Hauptbereiche investieren:

  • die allgemeine und berufliche Bildung und lebenslanges Lernen,
  • die Wirksamkeit der Arbeitsmärkte und den gleichberechtigten Zugang zu hochwertigen Arbeitsplätzen,
  • die soziale Eingliederung und Armutsbekämpfung.

Der ESF+ fördert zudem den sozialen Fortschritt und die geografische Mobilität von Arbeitskräften. Dazu zählt unter anderem die der Erwerb neuer Fähigkeiten für Jobs vor dem Hintergrund des ökologischen und digitalen Wandels.



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