Verkehrsunfallstatistiken in der EU (Infografik)  

Aktualisiert am: 
 
Erstellt am:   
 

Diese Seite teilen: 

Die EU kann eine ziemlich gute Bilanz in Sachen Straßenverkehrssicherheit vorweisen, aber welche Länder schneiden am besten ab? Hier mehr dazu.

In der EU verlieren jedes Jahr Tausende von Menschen bei Verkehrsunfällen ihr Leben oder werden schwerstverletzt. Zwischen 2010 und 2019 ist die Zahl der Straßenverkehrstoten in Europa um 23 Prozent gesunken. Der Trend ist also weiter rückläufig: Während acht EU-Länder, darunter Deutschland, 2019 ihre niedrigste jemals erfasste Zahl von Verkehrstoten verzeichneten, haben sich die Fortschritte in den meisten Mitgliedstaaten jedoch verlangsamt.


Im Jahr 2019 schnitten Schweden und Irland bei der Straßenverkehrssicherheit am besten ab, während Rumänien, Bulgarien und Polen die höchsten Todesraten meldeten.


12 Prozent der Verkehrstoten im Jahr 2018 waren zwischen 18 und 24 Jahre alt, obwohl nur 8 Prozent der Bevölkerung dieser Altersgruppe angehören. Damit ist die Wahrscheinlichkeit, dass junge Menschen in einen tödlichen Verkehrsunfall verwickelt werden, überproportional hoch. Die Zahl der Opfer in der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen ging seit 2010 jedoch um 43 Prozent zurück.


Der Anteil der Menschen über 65 Jahren, die 2018 bei Verkehrsunfällen ums Leben kamen, betrug 28 Prozent. Im Jahr 2010 waren es 22 Prozent. Der Anteil der Kinder (unter 15 Jahren) lag 2018 bei 2 Prozent.


Drei Viertel aller Personen, die im Straßenverkehr zu Tode kamen, waren Männer (76 Prozent). Dieses Muster ist in allen Mitgliedstaaten zu verzeichnen und seit 2010 relativ unverändert.

Straßenverkehrssicherheit in der EU (Infografik)  

Was unternimmt die EU, um Europas Straßen sicherer zu machen?


Am 16. April 2019 billigte das Europäische Parlament neue Vorschriften, mit denen 30 fortschrittliche Sicherheitseinrichtungen wie intelligente Geschwindigkeitsassistenten, Notbremsassistenzsysteme und Fahrerablenkungswarnungen verbindlich vorgeschrieben werden. Verpflichtende Sicherheitstechnologien sollen dazu beitragen, bis 2038 über 25.000 Menschenleben zu retten und mindestens 140.000 Schwerverletzte zu vermeiden. Schließlich sind etwa 95 Prozent aller Verkehrsunfälle teils auf menschliches Versagen zurückzuführen.


Außerdem wurden die EU-Regeln über das Sicherheitsmanagement von Straßenverkehrsinfrastrukturen verbessert. Die EU arbeitet zudem daran, gemeinsame Vorschriften für selbstfahrende Fahrzeuge zu beschließen.