Übergang zu einer neuen EU-Agrarpolitik: Gewährleistung von Lebensmittelsicherheit und sicheren Einkommen für Landwirte 

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Die Verzögerungen bei den Verhandlungen über die EU-Agrarreform werden sich nicht auf die Einkommen von Landwirten auswirken. Das Parlament hat einen entsprechenden Vorschlag gebilligt.

Die EU-Agrarreform steht auf der parlamentarischen Agenda ©AFP/DPA/Patrick Pleul  

Das Europäische Parlament, die Kommission und der Rat hatten sich am 30. Juni 2020 auf einen Vorschlag geeinigt, der sicherstellt, dass die europäischen Landwirte bis 2022 gemäß den geltenden Bestimmungen unterstützt werden.


Die derzeitige Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) wird durch einen neuen Rechtsrahmen ersetzt werden. Da sich die Verhandlungen über die neue EU-Agrarpolitik jedoch verzögert haben, wurde eine Übergangsverordnung notwendig, um sicherzustellen, dass Landwirte auch weiterhin Zahlungen erhalten und die landwirtschaftliche Produktion in der EU gesichert bleibt.


Gemeinsame EU-Agrarpolitik


Die Gemeinsame Agrarpolitik war 1962 eingeführt werden. Sie soll die landwirtschaftliche Produktivität verbessern, die regionale Entwicklung fördern und zur Bekämpfung des Klimawandels und zu einer nachhaltigen Bewirtschaftung beitragen, während faire Einkommen für Landwirte gewährleistet werden.


So werden die EU-Agrarziele umgesetzt:

  • Umweltfreundliche Landwirtschaftsmodelle und Landschaftspflege werden entlohnt.

Die Agrarpolitik wird aus dem EU-Haushalt finanziert und ihre Instrumente regelmäßig überarbeitet. Im Jahr 2020 macht die GAP insgesamt 34,5 Prozent des EU-Haushalts aus.


Standpunkt des Parlaments


Planbarkeit, Stabilität und finanzielle Kontinuität sind für das Parlament die Kernpunkte der künftigen EU-Agrarpolitik, insbesondere vor dem Hintergrund der Corona-Krise und ihrer Auswirkungen auf den Agrar- und Lebensmittelsektor.


Die EU-Abgeordneten haben sich vor Kurzem auf ihren Standpunkt zur künftigen Gemeinsamen Agrarpolitik (2023-2027) geeinigt. Die Forderungen des Parlaments beinhalten mehr Unterstützung für Klein- und Junglandwirte, maßgeschneiderte Krisenhilfen und Fördermaßnahmen für umweltfreundliche Bewirtschaftungsmethoden. Das Parlament tritt dafür ein, die Corona-Krisenhilfen in Höhe von 8 Milliarden Euro aus dem Aufbaufonds in den kommenden zwei Jahren für eine moderne, nachhaltige und widerstandsfähige Landwirtschaft aufzuwenden.