Europa in der Welt: 79,5 Milliarden Euro für Entwicklungszusammenarbeit 

 
 

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Die EU wird bis 2027 79,5 Milliarden Euro in die internationale Entwicklungszusammenarbeit mit den europäischen Nachbarländern investieren. Erfahren Sie in unserem Video mehr dazu.

Im Rahmen des langfristigen EU-Haushalts für den Zeitraum 2021-2027 erneuert die Europäische Union die Art und Weise, wie sie außerhalb ihrer Grenzen investiert. Nach einer entscheidenden Einigung mit den Mitgliedstaaten im Dezember 2020, hat das Parlament am 9. Juni 2021 grünes Licht für das 79,5-Milliarden-Euro-Programm „Europa in der Welt“ gegeben, das mehrere bestehende EU-Finanzierungsinstrumente, darunter den Europäischen Entwicklungsfonds, bündelt. Diese Optimierung wird es der EU ermöglichen, ihre Werte und Interessen weltweit effektiver zu wahren und zu fördern sowie schneller auf neue globale Herausforderungen zu reagieren.


Das Programm wird in den nächsten sieben Jahren die Umsetzung der außenpolitischen Prioritäten der EU finanzieren und nachhaltige Entwicklung in den EU-Nachbarstaaten sowie in Subsahara-Afrika, Asien, Amerika, im Pazifik und in der Karibik unterstützen. „Europa in der Welt“ wird Projekte unterstützen, die Themen wie Armutsbekämpfung und Migration angehen und europäische Werte wie Menschenrechte und Demokratie fördern.


Das Programm wird zudem weltweite multilaterale Bemühungen unterstützen und sicherstellen, dass die EU ihren Verpflichtungen in der Welt nachkommen kann, einschließlich der Einhaltung der Ziele für nachhaltige Entwicklung und des Pariser Klimaabkommens. 30 Prozent des Fonds werden dazu beitragen, die Klimaziele zu erreichen.


Mindestens 19,3 Milliarden Euro der Mittel sind für die EU-Nachbarstaaten vorgesehen und 29,2 Milliarden Euro sollen in Subsahara-Afrika investiert werden. Der Fonds wird auch für die Bereiche Krisenmanagement und Konfliktprävention bereitgestellt. Mit dem Europäischen Fonds für nachhaltige Entwicklung plus (EFSD+), der privates Kapital zur Ergänzung direkter Entwicklungshilfe mobilisiert, wird die EU zudem ihre weltweite Unterstützung für nachhaltige Investitionen verstärken.


In den Verhandlungen mit dem Rat stellte das Parlament sicher, dass die Abgeordneten stärker in strategische Entscheidungen über das Programm einbezogen werden. Die Verordnung zu „Europa in der Welt“ gilt rückwirkend ab dem 1. Januar 2021.


Das Programm „Europa in der Welt“ ist eines von 15 EU-Leitprogrammen, die vom Parlament in den Verhandlungen über den Haushalt 2021-2027 und das EU-Konjunkturprogramm Next Generation EU unterstützt werden. Der Haushalt und das Konjunkturprogramm ermöglichen es der Union, in den kommenden Jahren mehr als 1,8 Billionen Euro an Finanzmitteln bereitzustellen.


Sehen Sie sich das Video an, um zu erfahren, welchen Einfluss die EU-Entwicklungsinvestitionen haben.