Tibetischer Lama fordert Freiheit für Tibet 

 
 

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Tibetischer Lama Kirti Rinpoche spricht über die Situation der Menschenrechte in Tibet  

Die Menschenrechte der Tibeter werden von China immer wieder missachtet. Aus Verzweifelung über Verfolgung und Unterdrückung kommt es immer wieder zu Selbstverbrennungen von Tibetern. Am Donnerstag (7. März) besuchte der 11. Kirti Rinpoche, Lobsang Tenzin Jigme Yeshe Gyamtso, den Menschenrechts-Ausschuss des Europäischen Parlaments und berichtete über die Notlage der Tibeter.

In den vergangenen Jahren haben sich aus Protest 107 Tibeter, viele von ihnen buddhistische Mönche, selbst verbrannt. Als oberster Mönch des Kirti-Klosters im Osten von Tibet ist Lobsang einer ihrer geistigen Führer. China, berichtete er im Europaparlament, würde die Selbstverbrennungs-Opfer jedoch wie Terroristen behandeln. Selbst die Angehörigen der Opfer würden von chinesischen Behörden verfolgt.


Tibet gehört heute zu China, doch Lobsang betonte, dass Tibet seit 1959 eine unabhängige Nation sei und bleiben werde. Doch die Sprache und Kultur der Tibeter "ist vom Aussterben bedroht", warnte er.


"Unterstützt die Bestrebungen der Tibeter", forderte Lobsang daher die Abgeordneten auf. Das EU-Parlament müsse für die Freiheit der Tibeter eintreten. Außerdem solle sich das chinesische Militär aus Tibet zurückziehen, die gefangenen Aktivisten und ihre Familien freigelassen werden und Tibet wieder für die internationale Gemeinschaft und Journalisten zugänglich sein.