EP: Ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien bereit für Beitrittsgespräche  

 
 

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Die EU-Beitrittsverhandlungen mit der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien sollen noch vor Juli beginnen, forderte das Europaparlament am Donnerstag (23. Mai). Die EU-Abgeordneten billigten auch einen zweiten Fortschrittsbericht zu Bosnien und Herzegowina.

Namensstreit belastet ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien


Die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien sei bereit, die Beitrittsgespräche mit der EU zu beginnen, erklärten die EU-Abgeordneten in einer Entschließung zum Fortschrittsbericht 2012 über das Land. Die EU-Beitrittsgespräche sollten vor Ende Juni 2013 beginnen.


Die einzige Hürde zum EU-Beitritt bleibe der Streit um den Namen des Landes. Dieses Problem solle so schnell wie möglich gelöst werden.


"In der Tat befürchte ich, dass nur Fortschritte beim Landesnamen die Hoffnungen [für Beitrittsgespräche] im Juni am Leben erhalten können", sagte der  britische Berichterstatter Richard Howitt (S&D).


Die EU derzeit mit 27 Mitgliedstaaten ©Belga/Imagebroker/M.Schmelig  

Bosnien und Herzegowina fällt weiter zurück


Im Fortschrittsbericht 2012 zu Bosnien und Herzegowina werden umfassende Verfassungsreformen gefordert. Damit der Stabilisierungs- und Assoziierungsprozess in Kraft treten könne, müssten noch viele Bedingungen erfüllt werden, erklärte die deutsche  Berichterstatterin Doris Pack (EVP). Bis dahin sei eine weitere Annäherung an die EU nicht möglich.


"Die Politiker mit verschiedenen ethnischen Hintergründen sind unfähig, ihre Kräfte zum Nutzen der Bürger zu vereinen und schaden so dem ganzen Land", sagte Pack.


Sowohl Bosnien und Herzegowina als auch die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien sind seit 2003 potenzielle Kandidaten für eine EU-Mitgliedschaft. Doch nur der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien wurde 2005 der Kandidatenstatus zugesprochen.