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• Kommission schlägt bedeutendes Haushaltspaket zur Bekämpfung der Pandemie vor
• EP-Berichterstatter begrüßt die Notfallmaßnahmen
• „Wir müssen mehr in die Forschung investieren und bereit für die nächste Krise sein“

COVID-19: Zusätzliche Forschungsförderung begrüßt, EU muss in Zukunft besser gerüstet sein ©Vectorfusionart/AdobeStock  

Maßnahmen zur Krisenbewältigung sollten mit langfristiger Unterstützung für EU-Forschungsprogramme einhergehen, so der Berichterstatter.

„Wir begrüßen die Maßnahmen von EU-Kommissarin Mariya Gabriel und die Bündelung von fast 140 Millionen Euro gegen COVID-19. Die Kommission hat sehr schnell einen speziellen Aufforderung zur Interessenbekundung im Zusammenhang mit dem Forschungsprogramm ‚Horizon 2020‘ veröffentlicht und einschlägige Interessenvertreter im Rahmen der öffentlich-privaten Partnerschaft der ‚Initiative Innovative Arzneimittel‘ einbezogen", sagte der Berichterstatter für das Forschungsprogramm Christian Ehler (EVP, DE).


„Jetzt müssen wir anfangen, weiter zu denken, um für die Zukunft besser gerüstet zu sein. Forschung und Entwicklung spielen eindeutig eine wichtige Rolle bei der Bewältigung globaler Herausforderungen. Dies ist ein weiterer Grund, unseren Vorschlag zu unterstützen, für das Forschungsprogramm Horizon Europe 120 Milliarden Euro für die Zeit von 2021 bis 2027 aufzuwenden", fügte er hinzu.


Unsere Fähigkeit zur Zusammenarbeit steht auf dem Prüfstand

„Die durch COVID-19 hervorgerufene Gesundheitskrise zwingt uns dazu, uns auf das Wesentliche zu konzentrieren. Oberste Priorität hat nun die Eindämmung der Verbreitung des Virus. Hinter den Kulissen arbeiten die Forscher auf Hochtouren daran, eine Behandlung und einen Impfstoff zu finden. Die außergewöhnliche Ansteckungsrate des Virus sollte uns bewusst machen, dass unsere vernetzte Welt erheblich geschrumpft ist und dass ein gemeinsames und koordiniertes Vorgehen der Staaten die einzige Möglichkeit ist, diese Krise zu bewältigen", sagte Christian Ehler.


„Diese Krise stellt unsere Fähigkeit auf den Prüfstand, einerseits in einer Notsituation zusammenzuarbeiten und andererseits unseren langfristigen Zielen treu zu bleiben", sagte er.


„Wenn diese Krise vorbei ist, müssen wir uns sofort auf die nächste vorbereiten. Das bedeutet, mehr in die Forschung zu investieren und sicherzustellen, dass Programme wie ‚Horizon Europe‘ nicht als bloße Verhandlungsmasse in kurzfristigen Streitigkeiten zwischen den Mitgliedstaaten missbraucht werden", so Ehler abschließend.


COVID-19: EU und Industrie wollen mehr Forschung durch ‚Initiative Innovative Arzneimittel‘ finanzieren

Die ‚Initiative Innovative Arzneimittel‘ (IMI), eine öffentlich-private Partnerschaft zwischen der Europäischen Kommission und der pharmazeutischen Industrie, hat heute im Schnellverfahren eine Aufforderung zur Einreichung von Forschungsvorschlägen zur Entwicklung von Behandlungen und Diagnostika als Reaktion auf den Ausbruch von COVID-19 veröffentlicht. Bis zu 45 Millionen Euro der Mittel werden aus dem EU-Forschungs- und Innovationsprogramm ‚Horizont 2020‘ bereitgestellt.
Diese Aufforderung ist Teil der koordinierten Reaktion der EU auf die Bedrohung der öffentlichen Gesundheit durch COVID-19 und ergänzt die bereits vor kurzem im Rahmen von ‚Horizont 2020‘ mobilisierten Forschungsmittel für den aktuellen Notfall. Weitere Informationen über die IMI-Aufforderung finden Sie hier, und die EU-Forschungsaktionen zu COVID-19 hier (Quelle: Europäische Kommission).